Wissensmanagement
Zwölf Jahre vor der Veröffentlichung ihres Buches begannen Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi mit Untersuchungen zum Themen Wissensmanagement. Ihnen fiel ein eklatanter Unterschied im Um gang mit »Wissen« im Unternehmen zwischen der westlichen Hemisphäre und Japan auf. Die beiden Autoren gehen von der Überzeugung aus, dass Wissen nicht nur verarbeitet, sondern auch erzeugt wird, ja neu geschaffen werden muss, wenn Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden sollen. Sie klassifizieren menschliches Wissen in zwei Kategorien: einerseits explizites Wissen, das sich formal artikulieren lässt und andererseits den wichtigeren Wissens typ, das implizite Wissen, das sich dem formalen sprachlichen Aus druck weitgehend entzieht. Dieses implizite Wissen baut auf die Erfahrungen des Einzelnen und betrifft schwer fassbare Faktoren persönliche Überzeugungen, Perspektiven und Wertsysteme. Diese Bestandteile kollektiven menschlichen Verhaltens wurden bislang weitgehend vernachlässigt. Für Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeu chi liegen in diesen Zusammenhängen die Hauptgründe für die gro ßen Erfolge japanischer Firmen und gleichzeitig die Chancen fü westliche Unternehmen, ein erweitertes Weltbild für sich zu nutzen.
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