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Wettbewerbsvorteile und Eigeninteressen bei Allianzen


Strategische Allianzen können den Produktwert sichern und steigern. Die Kooperation zwischen Abnehmern und Zulieferern bietet beispielsweise Chancen für ein besseres Timing: Durch die gemeinsame Planung und ein frühes Engagement lassen sich die Produktentwicklungszeiten verkürzen und das Marketing beschleunigen – zwei wichtige Faktoren in einem schnelllebigen Umfeld, in dem es sehr schwierig ist, einmal geschaffenen Wert zu erhalten. Allianzen machen zudem neue oder verbesserte Leistungen möglich, indem sie die Besonderheiten jedes Partnerunternehmens gewinnbringend mischen. Durch das gemeinsame Arbeiten lassen sich Kosten und Risiken senken, der Kundennutzen steigern, die Produktpalette ausweiten und das Produktimage heben.

Allianzen verbessern den Zugang zu Märkten und Ressourcen und sichern einmal erkämpfte Zugangsstärken. Durch die Arbeit im Team der Allianz können zersplitterte Märkte überwunden werden. So kann beispielsweise eine Kooperation zwischen einzelnen Zeitschriften, die für sich genommen in ihren eigenen Märkten keine ausreichend hohe Auflage erreichen, die Reichweite ihres Leistungsangebotes enorm vergrößern. Engere Bindungen machen eine wirksamere Werbung, neue Absatzwege, eine bessere Kontrolle dieser Absatzwege und eine größere Verfügbarkeit wichtiger Ressourcen möglich.

Daneben lassen sich Herstellungsverfahren verbessern und die so erreichten Verfahrensstärken langfristig stabilisieren. Kooperationen erlauben es, die Ideen einzelner Unternehmen gemeinsam zu nutzen oder wertvolles Know-how einzutauschen. Ein früher Nutzer neuer Anlagen, der die Risiken anfänglicher Leistungsprobleme teilt, erhält das Recht, auf den Entwicklungsprozess Einfluss zu nehmen und Innovationen früher als andere zu übernehmen. Kooperation ermöglicht ferner mehr Leistung durch produktivere Anlagennutzung und die Schaffung der nötigen Größenordnungen um Verfahrensstandards zu entwickeln.

Auch die eigenen spezifischen Schlüsseltechnologien profitieren von strategischen Allianzen. Der Technologietransfer der Partner erweitert die Palette internen Know-hows, das das Unternehmen einsetzen kann, und schafft neue Möglichkeiten für seine eigenen Entwicklungen. Über diesen Vorteil hinaus eröffnet die Vereinigung verschiedener Kompetenzen Möglichkeiten für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Kollegen der anderen Firmen. Die Kreativität auf dem Sektor Forschung & Entwicklung lässt sich auf diese Weise steigern. Der finanzielle Aufwand für die Entwicklung von wichtigen Technologien verteilt sich auf mehrere Schultern und größere technische Umstellungen fallen leichter.

Kooperation hält Wachstumsoptionen offen. Ein einzelnes Unternehmen steht oft vor der Situation, dass viel versprechende Wachstumschancen durch fehlende Ressourcen blockiert werden. Strategische Allianzen können hier helfen, die benötigten Stärken aufzubauen, um die Barrieren des Markteintritts zu überwinden, indem sie neue gemeinsame Wege für die Entwicklung eines neuen Produktes oder die Erschließung eines neuen Absatzgebietes eröffnen. Außerdem ebnen sie dem Wachstum der einzelnen Unternehmen den Weg.

Allianzen festigen die Organisation eines Unternehmens. Die Stärken einer Firma stecken in den Werten und im kollektiven Know-how, das ihre Mitarbeiter einbringen. Dies ist Grundlage für die Fähigkeit zur Innovation und die ständige Leistungssteigerung. »Allianzen«, so Jordan Lewis, »können die Stärken einer Organisation vermehren, wenn Wissen geteilt wird und wenn sie ihr helfen, sich auf Kernaktivitäten zu konzentrieren.« Dabei kommt dem lernen einegroße Bedeutung zu. Die Allianz von Ford und Mazda ist ein Beispiel dafür, wie ein Unternehmen von der Kultur und von den Organisationsverfahren eines anderen gelernt hat. Beide Firmen haben erfolgreich gemeinsame Autokonzepte umgesetzt und einander den Einstieg in den jeweils anderen Heimatmarkt erleichtert.

Kooperation hilft schließlich, Finanzkraft aufzubauen und vorhandene finanzielle Stärken zu bewahren. Strategische Allianzen schaffen Einkünfte ohne die hohen Investitionen, die nötig wären, wenn ein Unternehmen alleine handeln würde. Beispielsweise lassen sich die Verwaltungskosten geringer halten, weil viele Aspekte der Verwaltungstätigkeit einer Firma denen anderer Unternehmen ähneln und eine Teilung dieser Aufgaben die Kosten für die Mitglieder der Allianz reduziert. Auch senkt die Kooperation die Geschäftsrisiken, indem sie Investitionen auf eine breitere Basis verteilt.

 

 

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