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Vorschlag für eine Entrepreneurship Curriculum – Elemente der Entrepreneurship Education


Bevor in den folgenden drei Kapiteln die Inhalte und Methoden der Entrepreneurship Education zu einem Modell zusammengefügt werden, sei kurz auf die Teilnehmer an einem universitären Entrepreneurship-Programm eingegangen. Die Zielgruppe des Entrepreneurship Education-Programms kann entsprechend der Kriterien Verhaltensintention, Idee und Kenntnisse in Personen unterteilt werden,

- die ein Unternehmen gründen möchten, aber nicht wissen, mit welchem Produkt und wie sie das Management bewältigen können;

- die ein Unternehmen gründen möchten und über Managementkenntnisse verfügen, aber noch keine Produktidee haben;

- die ein Unternehmen gründen möchten und auch eine Produktidee haben bzw. gerade ein Unternehmen gegründet haben, jedoch nicht über ausreichende Managementkenntnisse verfügen und

- diejenigen, die noch keine konkreten Gründungsabsichten mitbringen, sondern sich lediglich über Entrepreneurship informieren möchten.

Es kann davon ausgegangen werden, daß nicht jeder Student als Berufsziel eine Laufbahn als Entrepreneur anstrebt. Die Fähigkeit, unternehmerische Ideen zu entwickeln, z.B. durch das Erkennen von Effizienzsteigerungspotentialen in vorhandenen Prozessen oder das kreative Entwickeln neuer Produkte, ist auch in Angestelltentätigkeiten anwendbar. Zur Zeit findet aber, wenn überhaupt, die Analyse ökonomischer Potentiale lediglich im Rahmen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge statt. Technologische Innovationen, durch die neue Produkte and Märkte entstehen, werden aber eher durch ingenieurwissenschaftliche For;chungen realisiert. Es liegt also eine Trennung der technischen von der kaufmännischen Qualifikation des Entrepreneurships vor. Häufig wird eine Innova-:ion entwickelt, ohne daß eine permanente ökonomische Überprüfung der Entwicklungsstrategie erfolgt. Die Vermittlung der Handlungskonzepte zur Umsetzung liegt z. Zt. fast ausschließlich innerhalb der Betriebswirtschaftslehre, eine psychologische Vorbereitung auf den unternehmerischen Prozeß findet überlaupt nicht statt.

Um dieses Manko zu überwinden, muß das zu entwickelnde Programm dem eher :ethnisch vorgebildeten Gründer die Möglichkeit zum Erwerb des ökonomi;chen Basiswissens geben. Gleichzeitig muß es dem Kaufmann Zugang zu techni;chen Innovationen ermöglichen bzw. muß dieser angeregt werden, unternehmerische Kreativität im Sinne des Entrepreneurships zu entwickeln.

Lernen wurde als dauerhafte Veränderung der Verhaltenspotenzen beschrieben, wobei aktive Lernformen (z.B. Planspiele, Projekte) als für die Entrepreneurship Education geeignete Methoden angesehen werden können. Das ideale Programm geht über das simulierte Lernmodell hinaus und versucht, Ernstsituationen in den Ausbildungsprozeß zu integrieren. Im folgenden soll ein dreistufiges Entrepreneurship Education Modell für Hochschulen vorgestellt werden, das aus Veranstaltungen besteht, die motivieren bzw. Basiswissen vermitteln (Stufe 1), die die Einübung erfolgreicher Handlungsmuster sowie die erste Entwicklung eigener innovativer Unternehmenskonzepte ermöglichen (Stufe 2) und dem Teilnehmer die Chance geben, sein Gründungsvorhaben mit einem Business Plan vorzubereiten und in die Realität umzusetzen (Stufe 3). Begleitet wird der Prozeß von Veranstaltungen zum Erwerb von Spezialwissen und einem Coaching durch erfahrene Berater. Wird die Entrepreneurship-Ausbildung als allgemeine hochschulpolitische Aufgabe anerkannt, sollte zudem darüber nachgedacht werden, die erste Stufe zu einer obligatorischen Veranstaltung für Studierende aller Fakultäten zu machen.

 

 

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