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Virtuelle Unternehmen


Jahrtausende lang hat sich die Art der Eisenerzeugung nicht wesentlich geändert. Erst durch den Einsatz der Dampfmaschine wurde Ende des 18. Jahrhunderts das Herstellungsverfahren grundlegend rationalisiert. Die Effizienzsteigerung um das Fünfzehnfache löste erst einen Bauboom aus und führte schließlich mit zur industriellen Revolution. Derzeit verändert sich das Wirtschaftsleben in deutlich höherer Geschwindigkeit: In den vergangenen dreißig Jahren haben Computerchips und Rechner die Leistungsfähigkeit der Informationsverarbeitung um Zehnerpotenzen gesteigert. Die gewaltige Dimension der Effizienzsteigerung ist die treibende Kraft unseres heutigen Lebens. Unternehmen des 21. Jahrhunderts sehen anders aus als herkömmliche Firmen.

Herzstücke der neuen Unternehmensformationen sind Produkte einer neuen Art. Zwar sind diese häufig in den handwerklichen Traditionen vergangener Zeiten verwurzelt, doch sie verdanken ihre Entstehung heute dem Einsatz hocheffizienter Informationsverarbeitung, dynamischer Unternehmensstrukturen und innovativer Fertigungssysteme. Ihr wichtigstes Kennzeichen: Sie können jederzeit, überall und in jeder Form und Größe verfügbar gemacht werden. So lassen sich mit elektronischen Kameras Bilder unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Fernsehgerät betrachten. Auch Dienstleistungen gibt es im Sofortangebot: Bargeld gibt es am Bankautomaten, Reisebuchungen werden mit elektronischer Geschwindigkeit bestätigt und täglich werden ungeheure Geldsummen in Mikrosekunden über das Telefonnetz transferiert.

Alle diese Produkte und Dienstleistungen erfüllen Kundenbedürfnisse unmittelbar und kostengünstig. Die meisten Produkte können fast überall produziert und in zahlreichen Varianten angeboten werden. Es sind virtuelle Produkte. Virtuell bedeutet, dass etwas die Eigenschaften anderer Dinge besitzt und nicht real ist, aber doch in der Möglichkeit existiert. Es bezeichnet eine »Als-ob-Realität«. William Davidow und Michael Malone weisen auf den Ursprung hin: »Ende der 50er Jahre entwickelten Wissenschaftler sogenannte „virtuelle Computer“ – Maschinen, die schnell genug waren, dass mehrere Leute daran arbeiten konnten, ohne dass sie das Gefühl hatten, den Computer mit anderen „teilen“ zu müssen. Seither verstand man „virtuell“ auch als „anpassungsfähig“ und „interaktiv“. Für den Anwender schien der virtuelle Computer überall und jederzeit verfügbar zu sein – es entstand der Begriff der „virtuellen Realität“.«

 

 

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