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Unmöglich!


Ein jeder, der bis hierher gelesen hat, wird ausrufen: »Unmöglich! Sicherlich wird sich niemals eine Gruppe darauf einigen können, was an den Anfang einer Liste gehört und was am Ende stehen sollte. « Aber, so erstaunlich das auch klingen mag, wo auch immer der Prozeß des Nachdenkens angewandt wurde, herrschte eine wesentliche Übereinstimmung, was die Liste anging, egal, über welchen Hintergrund die beteiligten Menschen verfügten. Es gab kaum Meinungsverschiedenheiten darüber, was unterstützt und was aufgegeben werden sollte. Uneinigkeit herrschte normalerweise nur in der Frage, ob ein Programm oder eine Aktivität sofort abgeschafft werden sollte oder ob eine Probezeit von zwei oder drei Jahren angebracht wäre.

Aber, so wird argumentiert werden, selbst die völlige Übereinstimmung zwischen höchst angesehenen Menschen wird nichts nützen. Die Politiker werden so etwas niemals akzeptieren. Ebenso wenig wie die Bürokratie. Und Lobbyisten jeglicher Couleur und Vertreter bestimmter Interessengruppen werden gemeinsam gegen so etwas »Subversives« Opposition machen.

Das ist natürlich ganz richtig: Ein radikaler Prozeß des Nachdenkens scheint heute unmöglich zu sein. Selbst das Stopfen von Löchern ist äußerst schwierig, wie das Schneckentempo, mit dem sich die politische Reform in Japan vollzieht, beweist.

Aber wird ein solcher Prozeß des Nachdenkens auch morgen noch unmöglich sein? Die Politik befindet sich in allen entwickelten Ländern in der Krise. Die Öffentlichkeit ist völlig desillusioniert. Und in Krisenzeiten ist ein Plan vonnöten. In Krisenzeiten wendet man sich an Menschen, die schon vorher darüber nachgedacht haben, was getan werden muß.

Natürlich wird kein Plan, egal wie durchdacht er ist, jemals so ausgeführt werden, wie er auf dem Papier steht. Aber ein solcher Plan würde das Ideal darstellen, an dem sich alle Kompromisse messen lassen müßten. Er könnte uns davor bewahren, Dinge zu opfern, die es wert wären, gestärkt zu werden, nur damit Überflüssiges und Unproduktives aufrechterhalten werden kann. Es würde nicht garantieren, daß alle - oder die meisten - unproduktiven Dinge aufgegeben werden würden. Aber es könnte dazu beitragen, daß die produktiven gerettet werden.

 

 

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