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Steuerungsinstrumente, die die Entwicklung und Anwendung von Wissen fördern


Unsere Untersuchungen ergaben, dass in Unternehmen, deren Steuerungssysteme die Umsetzung von Wissen in die Tat fördern Anstatt zu verhindern, ein einfaches Prinzip gilt. Diese Unternehmen messen die Aspekte, welche die betriebliche Kultur und Philosophie widerspiegeln und speziell auf die jeweiligen Geschäftsbedingungen und Strategien zugeschnitten sind. Die Ergebnisse dieser Messungen werden verwendet, um sämtlichen Mitarbeitern Überblick über alle Geschäftsvorgänge zu verschaffen. Als Beispiel wollen wir Wainwright Industries nennen, einen Produktionsbetrieb, der 1994 den Baldridge Award gewann. Bei Wainwright gilt folgendes Prinzip: »Wir verwenden einfache, bildlich darstellbare Kennzahlensysteme, die jedem Mitarbeiter auf einen Blick veranschaulichen, ob sein Verhalten dazu beiträgt, unsere Ziele zu verwirklichen.« Außerdem wird in den meisten dieser erfolgreichen Unternehmen gemessen, was eine einzelne Geschäftsstelle, Abteilung oder ein Werk leistet, anstelle das Unmögliche auszuprobieren, nämlich die Leistungen des Einzelnen, der in ein System voller Wechselwirkungen eingebettet ist, zu kontrollieren. In einem gewissen Sinn ist der Ansatz, der hinter der Balanced Scorecard steckt, richtig – Steuerungsinstrumente sollen eine Theorie der betrieblichen Leistung verkörpern. Wainwright Industries nennt als Schlüsselkriterien folgende fünf Aspekte, nach Priorität geordnet: (1) Sicherheit, (2) Mitarbeiterzufriedenheit (interne Kunden) und kontinuierliche Verbesserung, (3) Kundenzufriedenheit, (4) Qualität und (5) Profit. Diese Reihenfolge veranschaulicht bestens die Überzeugung der Geschäftsleitung, welche Bedingungen für den Erfolg des Unternehmens entscheidend sind. Das Stichwort Qualität wird erst an vierter Stelle genannt, da »sich für Wainwright Qualität zwangsläufig als Folge der Zufriedenheit, des Engagements und der Weiterbildung der Mitarbeiter ergibt«. Ähnliches gilt auch für den Punkt Profit. »Ein hoher Gewinn resultiert aus der Mitarbeiterzufriedenheit, aus Schulungen, Engagement, Kundenzufriedenheit und höchster Produktqualität.« Zwischen dieser Einstellung und der Haltung, die sich hinter der Balanced Scorecard verbirgt, bestehen zwei wesentliche Unterschiede: (1) Das Steuerungssystem ist wesentlich einfacher und verständlicher und (2) das Steuerungssystem ist das Ergebnis sorgfältiger Überlegungen und den wahren Bedürfnissen des Unternehmens angepasst. Es wurde darauf verzichtet, einschlägige institutionalisierte Methoden ungeprüft zu übernehmen. Unternehmen wie Wainwright Industries mussten abwägen zwischen der Verwendung eines Steuerungssystems, das die betriebliche Leistung in ihrer gesamten Komplexität berücksichtigt, und der Verwendung eines Steuerungssystems, das sich auf wenige Aspekte konzentriert, die jedoch für den Erfolg und die Unternehmenskultur entscheidend sind.

 

 

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