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Sinnierkraft, Lust auf Problemwälzung und –Lösung - Die ökonomisch erfolgreichen Gründer


Viele Gründer beschreiben plastisch, daß ihre Gedanken laufend um die Lösung von Problemen kreisen, gleichgültig, ob sie Auto fahren, in der Badewanne liegen oder am Mittagstisch sitzen. Ihre Aufmerksamkeit und ihre Wahrnehmung ist auf den sie beschäftigenden Problemkreis ausgerichtet. Sie haben Papier und Bleistift bereit, um ihre Ideen und Problemlösungen festzuhalten. Sie sind viel mit sich allein, reden vor allem über die sie interessierenden Probleme, sind an anderen Menschen und deren Problemen, sofern sie außerhalb ihres Sinnierkreises liegen, nicht besonders interessiert. Ihre häufige geistige Abwesenheit im Beisammensein mit anderen bringt ihnen viel Arger: „Guck nicht wie ein Idiot“, so habe seine Mutter sein Sinnieren kommentiert, berichtet ein Gründer.

Das Sinnieren kann manchmal beinahe Rausch- und Suchtcharakter annehmen, so daß sie sich selbst das Ideenproduzieren verbieten müssen. Der Gedanke, etwas zu denken und zu tun, was noch keiner getan und gedacht hat, setzt in ihnen ungeheure Kräfte frei. Sie vermögen in problematischen und unübersichtlichen Situationen unermüdlich an deren Bewältigung zu arbeiten. Die gleichzeitige Auseinandersetzung mit Problemen auf verschiedenen Gebieten verunsichert sie nicht, nimmt ihnen nicht die Kraft und die Freude (Ambiguitätstoleranz). Dieses Sinnieren, Ideenproduzieren und Problemlösen zieht sich durch das ganze Leben der Gründer.

Ihr Verhalten geht nicht mit einem allgemeinen Wissensdrang einher. Sie verkörpern nicht den Typ des 1issensdurstigen, der den Drang verspürt, immer mehr und mehr von der Welt zu wissen und zu verstehen, aber jedoch im Unterschied zu den Gründern nicht den Impuls und die Lust erlebt, die Welt zu gestalten, sie in Bewegung zu halten und Neues zu denken und zu schaffen. Vielleicht gibt der Entfaltungs- und Gestaltungsdrang der Sinnierfähigkeit die produktive, auf die Welt zielende Richtung. Menschen, denen dieser Drang fehlt, die aber über eine rege Phantasie verfügen, sind mehr mit sich und ihren zwischenmenschlichen Problemen und weniger mit der Suche nach g beschäftigt, en beschäftigt, die zur technisch-wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Im Gießen-Test unterstreicht das hohe Maß an Phantasie die Sinnierfähigkeit.

 

 

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