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Simultane Produktentwicklung bei virtuellen Unternehmen


Im virtuellen Unternehmen wird die Produktentwicklungszeit – das Intervall zwischen der Nachfrage nach einem neuen Produkt und dessen Fertigungsbeginn – verkürzt. Konstruktion und technische Planung erfolgen deshalb nach der Simultanstrategie: »Jeder ... nimmt an der Planung teil, um sicherzustellen, dass die vielfältigen Anforderungen der Fertigung und Vermarktung erfüllt werden.« Die zentrale Idee der simultanen Entwicklung ist, dass jeder, der von den Folgen der Entwicklung betroffen ist – Konstruktion, Fertigung, Service, Marketing, Verkauf sowie Kunden und Lieferanten –, möglichst früh in den Entwicklungskreis eintreten soll. Dies bringt Verhandlungsspielraum und ermöglicht einen Konsens, der die Produktkosten senkt, die Fertigungs- und Serviceeigenschaften verbessert und sicherstellt, dass man das Produkt so anbietet, wie es der Markt will.

Bei der Simultanstrategie arbeiten die Gruppen parallel und verständigen sich untereinander. Deshalb können sie oft schon mit der Arbeit beginnen, bevor die Entwicklungsteams die Konstruktion vollkommen erstellt haben. Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist für William Davidow und Michael Malone klar: »Viele typische Fehler eines Entwicklungsprogramms lassen sich vermeiden, wenn man Dinge gleich beim ersten Versuch richtig macht« Ein weiterer Nutzen der simultanen Entwicklung liegt darin, dass sie zu Produkten führt, die leichter und billiger herzustellen sind. So gelang es durch Einführung der Simultanstrategie bei Volkswagen, den Motorraum des Golf und des Jetta so zu verändern, dass die Vorderteile dieser Autos während der Montage zeitweise offen gelassen werden konnten. Dadurch konnten Motoren und Stoßdämpfer von Robotern eingebaut werden. Früher war dieser Vorgang der Engpass der Montage gewesen und hatte mehrere Arbeiter beschäftigt. Nun ging der Einbau wesentlich schneller, lief automatisch und ließ die gesamte Fertigungsstraße effizienter laufen.

 

 

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