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Sie würden also für Studiengebühren plädieren?


Nein. Nicht im bestehenden System staatlicher Hochschulen. Es waren in den sporadisch wiederkehrenden Diskussionen um das Pro und Contra von Studiengebühren einmal Tausend Mark je Student und Semester im Gespräch. Bei fast zwei Millionen Studierenden ergäbe das im Jahr rund vier Milliarden Mark. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, was mit dieser Summe geschehen würde. Sie würde als willkommener Lückenfüller im Budget des Finanzministers verschwinden, und an der Qualitäts- und Quantitätsmisere der staatlichen Hochschulen würde sich so gut wie nichts ändern. Solange die Hochschulbildung ein „öffentliches Gut“ bleibt, ist jede Liebesmüh vergeblich. Es bleibt die Frage, ob Sie dafür sind, daß einem begabten jungen Menschen in einem privaten Hochschulsystem das Studium tatsächlich verwehrt bleiben soll, wenn seine Eltern nicht das Geld dazu haben.

Solche Fälle waren in früheren Zeiten schon höchst selten und wären es heute erst recht, wenn wir in einem wirklich freien Land leben würden. Vor dem Zweiten Weltkrieg sind Hochbegabte in aller Regel nicht nur von ihren Eltern und Geschwistern, sondern von der gesamten Sippe unterstützt worden, um studieren zu können. Damit kann man nach dem Familienzerfall, der durch vierzig Jahre Wohlfahrtsstaat eingetreten ist, kaum noch rechnen. Je freier aber ein Land ist - und das heißt auch, je ungeschmälerter von Steuern und Abgaben die Bürger ihr verdientes Geld behalten dürfen, desto seltener wird es vorkommen, daß Eltern ein hochbegabtes Kind aus rein finanziellen Gründen nicht studieren lassen könnten. Natürlich impliziert das Entbehrungen. Japanische Eltern z.B. sparen ein Leben lang für die Ausbildung ihrer Kinder, die Deutschen hingegen mit Vorliebe für ihren Sommer-und Winterurlaub. Auch wären auf einem freien Arbeitsmarkt genügend Gelegenheiten für Studenten geboten, ihr Budget durch Gelegenheitsarbeiten aufzubessern. Im hochgerühmten Sozialstaat hingegen haben die rot-grünen Sozialbeglücker nichts besseres zu tun als auch die letzten kleinen Freiräume, welche die 630-Mark-Jobs geboten haben, mit Gesetzen und Abgaben zu vermauern. Des weiteren kann man in den USA mit ihrer Vielzahl privater Universitäten beobachten, daß mehr als ein Dutzend große und finanzkräftige Stiftungen geradezu auf der Jagd nach Hochbegabten jungen Leuten sind, um deren Studium zu finanzieren. Natürlich wird dann Leistung verlangt und der zügige Studienfortgang auch kontrolliert. Insgesamt bleibt es dabei: Auch die Bildung und Ausbildung kann effizient, qualitativ hochwertig, bedarfsgerecht und kostengünstig nur auf freien Märkten angeboten werden. Mit der scheinbaren Beglückung durch staatliche und gebührenfreie Universitäten und Hochschulen tut man der Jugend eines Landes nichts Gutes, sondern fügt ihnen und ihrer Zukunft im Endeffekt schweren Schaden zu.

 

 

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