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Schlussfolgerung - Das unternehmerische Potential verstehen und fördern


Bessere Verfahren ausfindig zu machen, von denen Impulse für Unternehmensentwicklung und Wirtschaftswachstum ausgehen, bleibt nach wie vor strategisches Ziel derjenigen, die das Tempo der Einkommensentwicklung in den aufstrebenden Märkten anheben wollen. Die CEFE-Methode der Unternehmensförderung stellt eine Synthese aus Unternehmensforschung, -theorie und -praxis dar. Ihre Stärke liegt in ihrem besonderen Akzent auf den praktischen Ergebnissen ihrer Maßnahmen. Unter dem Strich geht es bei ihr immer um die Steigerung des betrieblichen Leistungsvermögens der Unternehmer. Aufgrund des dauerhaften finanziellen Engagements des BMZ für die CEFE-Maßnahmen innerhalb der letzten zehn Jahre in vier Kontinenten und der Verpflichtung zu Monitoring und Evaluierung, hat sich die Methode zu einem der attraktivsten Instrumente für die Förderung von Kleingewerbe und Mittelstand entwickelt. Die Methode basiert auf einem Existenzgründungs- und Wachstumsmodell, dem folgende Annahmen zugrunde liegen:

– Es besteht eine positive Korrelation zwischen dem in einer bestimmten Gesellschaft vorhandenen unternehmerischem Potential und ihrem Wirtschaftswachstum.

– Die meisten Menschen sind imstande, ein Kleinunternehmen zu gründen bzw. es zu führen; man muß dazu kein Exzentriker, Arbeitstier oder Übermensch sein.

– Das in einer bestimmten Gesellschaft vorhandene unternehmerische Potential ist zum einen eine Funktion der herrschenden Kultur, des makroökonomischen Rahmens und des Investitionsklimas auf der Mikroebene und zum anderen der Motivation und der Qualifikation des Einzelnen für das unternehmerische Engagement.

Jeder dieser Faktoren läßt sich positiv wandeln und je grundlegender die Veränderung ist, desto mehr unternehmerisches Potential wird mit Erfolg in einer bestimmten Situation freigesetzt.

– Je mehr Menschen in einer Gesellschaft sich diese Eigenschaften aneignen, desto häufiger werden Unternehmerpotential und Wirtschaftswachstum in Erscheinung treten.

Der CEFE-Lehrmethode zur Unternehmensförderung liegen folgende Annahmen zugrunde:

– Das betriebliche Leistungsvermögen von Unternehmern und solchen, die es werden wollen, läßt sich durch Ausbildung steigern.

– Die Wirkung von investitionsorientierten Schulungsmaßnahmen hängt ab von der Geschicklichkeit, mit der andere Fördereinrichtungen und ordnungspolitische Instanzen in den Prozeß eingebunden worden sind, der vorhergehenden Sensibilisierung der Fazilitatoren für die Bedürfnisse und die Kultur der Zielgruppe, das Niveau der Teilnehmer und der Ausbilder.

– Die Menschen lernen am nachhaltigsten durch eigene Erfahrung. Die Motivation zur Gründung und Leitung eines Unternehmens, unternehmerisches Verhalten und entsprechende Qualifikationen können in sorgfältig konzipierten experimentellen Lernsituationen erworben werden, in denen tatsächliche Geschäftsvorfälle simuliert werden.

– Die unternehmerische Schulung kann in den aufstrebenden Märkten durch Aufbau eines festen Stamms qualifizierter Ausbilder in regionalen und nationalen Institutionen langfristig gesichert und erweitert werden.

CEFE ist ein kosteneffizientes, nichtinterventionistisches Förderinstrument, das sowohl den Unternehmern als auch dem unternehmensfreundlichen Umfeld einen entscheidenden Stellenwert beimißt. Es setzt beim einzelnen und in der Gesellschaft vorhandene schöpferische Energien frei und filtert deren Kernelemente in operationaler Form heraus, um sie später abrufen und unter den unterschiedlichsten Bedingungen für einen produktiven Unternehmenssektor nutzbar machen zu können. CEFE vermag zwar weder Gold aus Blei noch Diamanten aus Kohle zu machen, doch gibt es den „Goldgräbern“ und Förderern ein Werkzeug in die Hand, das sie schneller fündig werden läßt.

 

 

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