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Schätzung des Fortführungswertes bei Shareholder- Value


Der Wert des erwarteten Cashflows jenseits der Periode der Detailprognose ist der Fortführungswert. Er lässt sich mit verschiedenen Formeln bestimmen. Tom Copeland, Tim Koller und Jack Murrin empfehlen zur Ermittlung des Fortführungswertes drei verschiedene DCF-Verfahren sowie die Economic-Profit-Methode. Das erste DCFVerfahren ist die langfristige Detailprognose. Hier führt man die Prognose für einen sehr langen Zeitraum – 75 Jahre oder mehr –durch, so dass man den dann verschwindend geringen Fortführungswert vernachlässigen kann. Die Fortführungswert-Formel unter Berücksichtigung wachsender Cash-flows ist das zweite DCF-Verfahren. Sie geht davon aus, dass der freie Cashflow des Unternehmens wahrend der Fortführungswertperiode mit einer konstanten Rate wächst. Dieser Ansatz führt immer dann zum gleichen Ergebnis wie die langfristige Detailprognose, wenn ein gleichbleibendes Wachstum des freien Cashflows prognostiziert wird.

Das dritte Verfahren, die Wertfaktoren-Formel, basiert auf der Fortführungswert-Formel unter Berücksichtigung wachsender Cashflows, verwendet aber wertbestimmende Faktoren. Beide Methoden führen zum gleichen Ergebnis, nur wird der Cash-flow auf eine andere Weise, nämlich unter Verwendung der wertbestimmenden Faktoren, berechnet.

Im Rahmen des Economic-Profit-Verfahrens entspricht der Fortführungswert nicht dem Wert des Unternehmens nach der Detailprognoseperiode, sondern dem Zuwachswert, der am Ende der Detailprognoseperiode über dem investierten Kapital liegt. Bei gleichen zugrunde liegenden Prognosedaten errechnet sich der gleiche Unternehmenswert wie beim Fortführungswert nach der DCF-Methode. An die Auswahl eines Verfahrens zur Bestimmung des Fortführungswertes muss der Prognosehorizont festgelegt werden. Dieser wirkt sich zwar nicht direkt auf den Unternehmenswert aus, sondern lediglich auf die Verteilung des Wertes zwischen der Detailprognoseperiode und den folgenden Jahren. Ferner müssen die Parameter geschätzt werden. Diese sind der freie Cash-flow, die Rendite der Neuinvestitionen, die Wachstumsrate und der gewichtete Kapitalkostensatz. Diese Größen müssen sehr sorgfältig bestimmt werden, da der Fortführungswert sehr sensitiv bezüglich Veränderungen dieser Parameter, insbesondere des erwarteten Wachstums, ist.

Schließlich muss der Fortführungswert auf die Gegenwart diskontiert werden. Der bis zu diesem Zeitpunkt geschätzte Fortführungswert ist der Wert des Unternehmens am Ende der Detailprognosemethode. Dieser Schätzwert muss mit dem WACC auf die Gegenwart abgezinst werden, bevor man ihn zu dem Barwert des freien Cash-fiows aus der Detailprognose addieren kann.

 

 

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