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Organisationsfallen bei Trends


Der Mensch ist immer die schwierigste Variable im Unternehmensprozess. Damit Mitarbeiter zum wertvollsten Gut eines Unternehmens werden können, müssen sie über die entsprechenden Fähigkeiten und das Urteilsvermögen verfügen und bereit sein, etwas in die Qualität ihrer Arbeit zu investieren. Wenn Mitarbeiter selbst zu einem Wettbewerbsvorteil geworden sind, spürt man das in der Regel – ebenso wie das Gegenteil. Dabei können die vielen kleinen Entscheidungen eines jeden Mitarbeiters eine unauffällige Strategie über das Mittelmaß hinausheben. Wenn jeder Mitarbeiter nur hundert kleine Entscheidungen am Tag trifft, summiert sich das zu einem erheblichen Unterschied. Dabei wird in jedem einzelnen Fall die Entscheidung getroffen, erst einmal abzuwarten und vorerst untätig zu bleiben oder eine Alternative zu wählen und eine Maßnahme umzusetzen. In jedem dieser Momente kann es sich entscheiden, ob ein Kunde kommt und bleibt oder nicht.

Für viele Führungskräfte ist es beängstigend, wenn ihre Untergebenen so viele Entscheidungen ohne Kontrolle treffen. Anstatt sich aber mit dem Versuch zu beschäftigen, Kontrollmechanismen zu errichten, sollte in die Mitarbeiter investiert werden, damit sie wissen, was sie auf welche Weise tun sollen. Dadurch bildet sich ein »Urteilsspeicher«, der die Mitarbeiter befähigt, einen »Schritt vorwärts zu tun« und positiv zur Zielerreichung beizutragen. Wer sich bewusst ist, dass es die Beschäftigten sind, die eine Unternehmensstrategie Tag für Tag in die Praxis umsetzen wird Investitionen in die Persönlichkeit der Mitarbeiter und in ihre Entscheidungen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung sehen.

Neben den Fähigkeiten der Belegschaft ist es deren Bereitschaft, sich zu engagieren und einzusetzen, die Strategien zum Erfolg führt. Als einen Fehler der Reengineering-Theorie sieht Eileen Shapiro es an, dass die Menschen nicht im angemessenen Umfang berücksichtigt wurden. Wenn die Motivation schwach ist, werden die Ziele trotz hoher Potenziale nicht erreicht werden können. Ein entscheidender Schritt ist es, wenn man die Mitarbeiter als interne Kunden betrachtet. Motivationsfaktoren sind Anreize und Ermutigungen und ein »faires« Angebotspaket, für das die Mitarbeiter in Form von Arbeitseinsatz zahlen. Insoweit hat ein einzelner Arbeitnehmer durchaus eine nicht zu unterschätzende Macht, indem er wählt, ob er seine Arbeit gut oder schlecht macht, inwieweit er über die Mindestleistung hinaus einen Beitrag leistet oder der Firma sogar bewusst Schaden zufügen will. Ob ein Angebotspaket fair ist, erkennt man nur aus der Sicht der Mitarbeiter. Zu diesem Paket gehören neben den finanziellen Vergütungen die Arbeitsbedingungen, Hilfestellungen und inhaltliche Unterstützungen, der Respekt für die geleistete Arbeit und die Stellung im Unternehmen und der Stolz auf die Firma. Wer sich fair behandelt fühlt, tut für den Arbeitgeber mehr als jene, die sich nicht geschätzt oder ausgebeutet fühlen.

 

 

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