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Normatives Management: Die Konstitution einer Unternehmung muss ihre Entwicklung ermöglichen und fördern


Zur normativen Dimension des Managements lassen sich drei konstitutive Tatbestände zählen. Zunächst einmal ist die Unternehmenspolitik mit der Aufgabe zu nennen, einen Ausgleich zwischen unternehmensexternen und unternehmensinternen Interessen herzustellen. Sie wird vom harten Gestaltungsaspekt der Unternehmensverfassung und dem weichen Entwicklungsaspekt der Unternehmenskultur getragen. Umgekehrt prägt die Unternehmenspolitik die Gestaltung der Verfassung, die eine feste Rahmenordnung für die Zielfindung und den Interessensausgleich vorgibt, und die Entwicklung der Kultur, welche unter Einbeziehung von spezifischen Wertvorstellungen Präferenzen bei der Wahl von Zielen und Maßnahmen prägt.

Unternehmenspolitik muss einen Ausgleich zwischen Umwelt- und Inweltinteressen finden (politics) sowie durch Missionen und eine generelle Zielausrichtung eine Grundorientierung für das strategische und operative Management vermitteln (policies). Die Entwicklung einer Mission bedarf eines strukturierten Rahmens, in dem unterschiedliche Interessen eingebunden sind. Die Unternehmensverfassung lässt sich als Grundsatzentscheidung über die gestaltete Ordnung der Unternehmung verstehen und legt damit einen Verhaltensrahmen nach innen wie nach außen fest.

Unternehmenskulturen tragen kognitiv und affektiv die Unternehmungspolitik. Die Unternehmenskultur spricht das Verhalten des normativen Managements an, da Werte und Normen das Verhalten von Mitgliedern sozialer Systeme bestimmen. Im Gegensatz zur Unternehmensverfassung, in der Werte und Normen explizit zum Ausdruck kommen, wird durch die Unternehmenskultur der unternehmenspolitische Kurs implizit beeinflusst. Durch die gegenseitige Akzeptanz von Werten innerhalb einer gelebten Unternehmenskultur stellt sich eine Sinnhaftigeit bezüglich der Zwecke der Unternehmung und der Einzelbeiträge dazu ein, welche den Erfolg der Unternehmenspolitik unterstützt.

Mit der zunehmenden Komplexität der Umwelt fällt der Unternehmenskultur die Aufgabe zu, gemeinsam tragende Werte zu vermitteln, wcichc die Kommunikation und Kooperation untereinander ermöglichen. Die Unternehmensverfassung hat die Aufgabe, für die Ordnung von Strukturen und Prozessen zu sorgen. Die gleichzeitig stattfindende Erhöhung der Dynamik und Beschleunigung verlangt jedoch im normativen Bereich nach einer Entwicklung, die gegenläufig zu diesen Ansprüchen ist: Bedingt durch die zunehmende Werteunsicherheit der Mitarbeiter, welche durch die erhöhte Beschleunigung ausgelöst wird, und die damit potenziell verursachte Orientierung an einer sichereren Vergangenheit müssen zur Anpassung an den Wandel verfassungsmäßige Freiräume eingerichtet werden, die eine flexible Verarbeitung sich verändernder Herausforderungen gestatten.

 

 

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