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Motivation - Das unternehmerische Potential verstehen und fördern


Die meisten Menschen besitzen so etwas wie Unternehmergeist, auch wenn bei ihnen der Impuls zur Gründung und Führung eines eigenen Unternehmens nicht zwangsläufig weit oben in der von McClelland und Winter in „Can Adults Acquire a Strong Need to Achieve“ beschriebenen Motivhierarchie rangiert. Die Motivation oder das Bestreben, eine bestimmte Zielbefriedigung zu erlangen, ist abhängig von der Stärke des Motivs, der Zielerreichungswahrscheinlichkeit sowie dem Wert, der dem Nutzen aus der Zielerreichung beigemessen wird. Starken Einfluß auf die Motivation nehmen die Kultur oder gesellschaftliche Normen, die Art der Kindererziehung, die wirtschaftlichen Gegebenheiten und der Kontakt mit motivationsanregenden Situationen.

Die wichtigste Determinante für das Wirksamwerden eines Motivs ist die konkrete Situation, in der die Menschen agieren. Bestimmte Situationsmerkmale lösen verschiedene Handlungsimpulse aus, die ihrerseits unterschiedliche Ventile öffnen. Da mit jedem Motiv eine bestimmte Art von Befriedigung angestrebt wird, bedingt jedes Motiv ein anderes Verhalten. Dies impliziert, daß durch eine Änderung der Situationsmerkmale oder -reize auch andere Motive ausgelöst oder aktiviert werden, die zu entsprechend unterschiedlichen Verhaltensreaktionen führen. Wiederholt sich eine Situation relativ häufig, verstärken sich die Motive. Die Folge ist, daß der Mensch seine Motivhierarchie umstrukturiert und bis zu einem gewissen Grade seine Reaktion situationsgerecht ändert.

Mit Hilfe dieser Erkenntnisse wird es möglich, gezielt auf das Verhalten von Menschen in Trainingssituationen Einfluß zu nehmen, und durch die entsprechende Anlage der Bedingungen die gewöhnlich mit wirtschaftlichem Erfolg verbundenen Reaktionen hervorzurufen. Natürlich ist fraglich, inwieweit es während eines vier- bis sechswöchigen Trainingskurses gelingen kann, Motive zu beeinflussen oder Veränderungen in der Motivhierarchie herbeizuführen, wenn man bedenkt, wie lange die Kursteilnehmer vor dieser eher „klinischen“ verhaltensorientierten Förder- und Entwicklungssituation durch kulturelle, normative, familiäre und wirtschaftliche Einflüsse geprägt worden sind. Nur allzu leicht kann dabei auch übersehen werden, daß die unternehmerische Initiative nicht die einzige Verhaltensweise ist, die für eine Gesellschaft von Wert ist. Ausgangspunkt jedes „unternehmerischen Verhaltenstrainings“ muß daher die Achtung der bei den Teilnehmern vorhandenen Verhaltensmuster sein.

 

 

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