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Mikroklima - Das unternehmerische Potential verstehen und fördern


Das Mikroklima ist das unmittelbare Umfeld, in dem der Unternehmer zu agieren hat. Es besteht aus Marktnischen, Wettbewerb und Ressourcen. Den Unternehmern stehen vielfältige Ressourcen zur Verfügung, z.B. Kredite oder Risikokapital, zuverlässige und vertrauenswürdige Zulieferer sowie ein Netz aus Geschäftskontakten, qualifizierte Arbeitskräfte, Informationen und Förderprogramme. Während die „Megatrends“ auf der Makroebene anhand von Veränderungen in der Kultur, den Lebensstilen oder der Liberalisierung ablesbar sind, muß der Kleinunternehmer angesichts seiner begrenzten Investitionsmittel seine Chancen auf ein attraktives wirtschaftliches Ergebnis im mikroökonomischen Umfeld realisieren.

In seiner Analyse von Minoritäten mit starkem unternehmerischem Potential führt Frank Young ein gutes Beispiel für ein günstiges Mikroklima in einer unternehmensfreundlichen herrschenden Kultur an. Unter diesen Bedingungen erhält der Unternehmer vom Kapitalgeber aufgrund des vorhandenen Vertrauens und Wissens problemlosen Zugang zu Risikokapital und Krediten für Neuinvestitionen. Dafür lastet auf dem Unternehmer aber der Druck, „alles richtig zu machen“, um nicht aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden. Der Unternehmer kann darüber hinaus auf ein bereits vorhandenes Netz aus Zulieferern und Vertriebshändlern zurückgreifen und, wenn er einen vertraulichen Rat benötigt, hat er die Möglichkeit, von dem Erfahrungsschatz angesehener Rollenvorbilder zu profitieren, von denen erwartet wird, daß sie ihr Wissen mit anderen zum Wohle der Gemeinschaft teilen.

Diese idealen mikroökonomischen Bedingungen sind selten anzutreffen, obwohl Ausnahmen die Regel bestätigen. Doch sind sie weitaus leichter steuerbar als die herrschende Kultur oder der makroökonomische Rahmen. Spezielle staatliche Darlehens- oder Unternehmerförderungsprogramme zur Unterstützung benachteiligter ethnischer Bevölkerungsgruppen, zum Ausgleich regionaler Unterschiede, zur Erschließung brachliegender Potentiale, zur branchenspezifischen Entwicklung und zur stärkeren Exportorientierung sind Beispiele für Maßnahmen, wie der Staat das Mikroklima positiv beeinflussen kann, ohne gleich interventionistisch werden zu müssen.

 

 

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