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Mergers & Acquisitions im Turnaround


Der Kauf und Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen also Mergers & Acquisitions (M&A), spielen im Turnaround eine wichtige, oft sogar entscheidende Rolle; in vielen Fällen sind sie feste: Bestandteil des Turnaround-Konzepts. M&A-Transaktionen habet Chancen und Risiken – für alle Beteiligten gleichermaßen: Für das Zielunternehmen (Target), das aufgekauft werden soll, lie gen die Chancen einer Übernahme durch eine andere Gesellschaf im Zufluss von Kapital, in der Erhöhung der Liquidität, dem Ver trauensgewinn bei Kunden-Lieferanten, Kreditversicherern um Banken, im Gewinnen neuer Managementkapazitäten und in Synergieeffekten bei Forschung und Entwicklung, Produktion um Vertrieb. Risiken sind zum Beispiel Zielkonflikte zwischen über nehmendem und übernommenem Unternehmen, die Zerschlagung der Zielgesellschaft oder das Nicht-Eintreten der erhofften Synergien.Der Käufer erhofft sich von der Übernahme eines sanierungsbedürftigen Unternehmens zusätzliche Marken, Marktanteile, Vertriebssynergien und Wettbewerbsvorteile. Weitere mögliche Vor teile erwachsen aus dem Know-how, dem Personal, dem Standort oder aus Verlustvorträgen. Belastend kann es sich auswirken wenn auch Altlasten und Risiken übernommen werden, die Ziel( des M&A nicht aufgehen oder Liquidität sowie Managementkapazität abfließen.

Für die Altgesellschafter kann es beispielsweise von Vorteil sein dass durch die Übernahme die persönliche Haftung reduziert wird. Nachteilig empfinden sie einen zu geringen Kaufpreis ihrer Anteile an der Zielgesellschaft, die Einschränkung von Kompetenzen oder die Zerschlagung ihres »Lebenswerks«. Die Banken erhoffen sich von einer Übernahme ihres krisengeschüttelten Firmenkunden eine Minderung des Kreditausfallrisikos, Liquiditätszuführung durch Dritte und Werterhaltung der Sicherheiten. Nachteilig können für sie Verzichtsforderungen, die Reduzierung der Sicherheiten oder die Fehleinschätzung des Käufers sein. Positiv beurteilen die Mitarbeiter vorrangig die Sicherung der Arbeitsplätze. Auch die bessere Führung, die modernisierte Struktur, neue Marktchancen und Ressourcen sowie den daraus resultierenden Motivationsschub empfinden sie als Vorteil. Gefahren sehen sie in möglichen Entlassungen als Folge der Strukturveränderungen und in potenziellen Standortverlagerungen. Auch die allgemeine Unsicherheit wirkt belastend. Die Lieferanten schließlich profitieren von der Fortführung der Geschäftsbeziehungen und der Reduzierung des Ausfallrisikos ihrer Forderungen an die Zielgesellschaft. Nachteilig sind für sie Verzichtsforderungen der Zielgesellschaften. Auch nimmt der Konditionendruck zu.

 

 

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