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Management-Philosophie und Vision als Leitsterne der Unternehmensentwicklung bei integriertem Management


Trotz unterschiedlichster Probleme und Herausforderungen existieren breite Kanäle für deren Lösung. Innerhalb dieser muss das Management eine konkrete Kursbestimmung für das Verhalten der Mitarbeiter vornehmen. Hilfestellung bei der Wahl unter verschiedenen Alternativen leistet eine Leitidee, welche durch die Inhalte einer Management-Philosophie konkretisiert wird. Sie enthält grundlegende Annahmen über Werte und das ihnen entsprechende Verhalten und hat zum Ziel, allen Beteiligten Klarheit über die paradigmatischen Grundlagen ihres Handelns zu verschaffen.

Bei der Festlegung der Management-Philosophie handelt es sich um einen bewussten Prozess, der auf das gewünschte moralische Verhalten der Unternehmung nach außen und nach innen gerichtet ist.

Die unternehmerische Vision ist der Leitstern für das normative, strategische und operative Management. Visionen sollen eine wesentliche Selektionsleistung bei der Wahl von Konzepten und Programmen erbringen. Sie sorgen für eine Fokussierung im Unternehmen auf bestimmte Spitzenleistungen, um langfristig die Überlebensfähigkeit zu garantieren. Visionen sollen helfen, eine Brücke zur gesellschaftlichen Umwelt der Unternehmung zu schlagen und sie übernehmen eine Identifikations- und Motivationsfunktion im Interaktionsprozess zwischen der Unternehmung und ihren Mitarbeitern. Leider finden

t nichtssagende Allgemeinplätze Eingang in eine Vision. Diese erlauben jedoch weder die Ableitung eines Zukunftskurses noch führen sie zu einem gemeinsamen Zukunftsstreben der Mitarbeiter. Neben der Erarbeitung einer Vision ist auch ihre Verankerung wichtig. Um Unterstützung für eine Vision zu generieren, muss die Vision kommuniziert werden, durch die bewusste Induzierung eines Unzufriedenheitsgefühls ein Dringlichkeitsgefühl produziert werden, um die Lösung vom Status quo zu erreichen, und eine Wahrnehmung der Vision als positivem Zukunftsbild auf allen Organisationsstufen generiert werden.

Der Übergang von einer industriell geprägten Wirtschaft zu einer Wissensgesellschaft, die getragen wird von der Kommunikation sowohl ihrer Inhalte als auch ihrer technischen Transfermöglichkeiten, verlangt von Unternehmen eine ausdrückliche Auseinandersetzung mit der Zukunftsvision ihrer Rolle in diesem Wechsel und ihre Vermittlung, wobei der Definition der damit verbundenen Ziele und Maßnahmen als Leitbild für zukünftige Programme eine besondere Rolle zukommt. In dieser sich entwickelnden Wirtschaftsform gewinnt das Wissen materiellen Gütern gegenüber an entscheidender Bedeutung, zur Kernkompetenz einer Wissensunternehmung wird die Handhabung von Informationen. Knut Bleicher beschreibt die Vision einer Wissensunternehmung und des zu vollziehenden Denkwandels anhand der Dimensionen des Konzepts des integrierten Managements und führt die Auswirkungen auf das normative Management (Unternehmenspolitik, Unternehmensverfassung und Unternehmenskultur) und das strategische Management (Leistungsprogramme, Organisationsstrukturen, Managementsysteme und Problemverhalten) an.

Die Vorteile einer neuzeitlichen Kommunikations- und Informationstechnik können für die Entwicklung neuer Organisationsformen genutzt werden, die strategische und operative Vorteile versprechen. Falls die Entwicklung der dafür notwendigen Kompetenzen an die Grenzen kurzzeitiger Verwirklichung stößt, bietet auf dem Weg zur virtuellen Vernetzung das Einbeziehen fremder Kernkompetenzen eine interessante Perspektive.

 

 

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