Makroökonomischer Rahmen - Das unternehmerische Potential verstehen und fördern
Zum großen Teil läßt sich das in den letzten 15 bis 20 Jahren im asiatisch-pazifischen Raum verzeichnete Wirtschaftswachstum auf die unternehmerfreundliche makroökonomische Politik der Regierungen vieler dieser Länder zurückzuführen. Strategien zur Stabilisierung der Währung, zur Rückführung der Inflation auf ein Mindestmaß, zur Kontrolle der Staatsverschuldung sowie günstige Realzinssätze haben das Entstehen eines starken privatwirtschaftlichen Sektors entscheidend begünstigt, der über alle Anzeichen der Nachhaltigkeit verfügt. Wenn zu derartigen Maßnahmen noch natürliche Rohstoffe, sinnvolle öffentliche Infrastrukturinvestitionen und ein den Erfordernissen der Kleinunternehmen Rechnung tragendes Kreditwesen hinzukommen, so sind alle Bedingungen für ein unternehmerfreundliches makroökonomisches Umfeld vorhanden. Durch die Liberalisierung und Deregulierung zahlreicher Industrie- und Handelsbereiche ist in vielen Fällen ein Markt für ein breites Spektrum neuer, rentabler Unternehmungen entstanden, die überwiegend selbst aus Kleinbetrieben hervorgegangen sind. In einer offenen Wirtschaft mit relativ freiem Zugang zu marktrelevanten Informationen ist es den Unternehmern möglich, neue Chancen wahrzunehmen und Produkte oder Dienstleistungen anzubieten, die die Wertschöpfung der Wirtschaft erhöhen.
Auf makroökonomischer Ebene sind Unternehmensförderungsprogramme in erster Linie darauf ausgerichtet, die Entscheidungsträger für die Bedürfnisse der Unternehmen zu sensibilisieren und gezielte Maßnahmen für Förderinstitutionen und ordnungspolitische Instanzen zu schaffen, die konstruktiv und förderlich wirken, nicht restriktiv sind und nicht nach dem Gießkannenprinzip arbeiten.
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