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Leistungs- und Teamkultur


Hidden Champions brauchen die richtigen Mitarbeiter. Dabei sind sie keine bequemen Arbeitgeber. Sie verlangen viel von der Belegschaft; Leute mit unterdurchschnittlicher Leistung haben dort keinen Platz. Auf Dauer bleiben nur diejenigen, die die Unternehmenskultur akzeptieren. Die Unternehmenskultur ist stark leistungs- und teamorientiert. Hermann Simon zeigt auf, dass Hidden Champions das Geschäft wie einen Mannschaftssport sehen. In solchen Teams beeinflussen schwache Spieler die Leistung negativ und werden nicht toleriert. Diese Einstellung ist Teil des Wertesystems des Teams, sie wird nicht von oben nach unten übergestülpt oder aufgezwungen: »In unserem Unternehmen mit 80 Mitarbeitern können nicht einmal zwei Mitarbeiter faulenzen. Wir haben einfach keine überschüssige Kapazität und jeder muss die Ärmel hochkrempeln. Drückeberger mögen der Entdeckung in Großunternehmen entgehen, in einem kleineren Unternehmen wie unserem – nie.« (Clean Concept, 5.169 f.)

Ein weiterer Aspekt der Leistungskultur ist die Verfügbarkeit und Flexibilität der Mitarbeiter bezüglich der Arbeitszeit. Einen regulären Arbeitstag von acht Stunden gibt es bei keinem der untersuchten Betriebe. Das zahlt sich aus: »An den Wochenenden haben wir unsere Konkurrenten geschlagen.« (Reinhard Wirtgen, 5.171)

Heimliche Marktführer nutzen die offensichtlichste und nächstliegende Ideenquelle: die Kreativität der Mitarbeiter. Deutsche Unternehmen haben im Durchschnitt 16 Verbesserungsvorschläge pro 100 Beschäftigte, bei den Hidden Champions sind es 47 Vorschläge. Diese Unternehmen sehen das Mitarbeiterpotenzial als das, was es tatsächlich ist – als Goldmine. Für die Leistungs- und Teamkultur haben die Führungskräfte ein entscheidendes Gewicht – ein größeres als in typischen Großunternehmen. Sie weisen folgende Eigenschaften auf: Einheit von Person und Aufgabe, Zielstrebigkeit, Furchtlosigkeit, Vitalität und die Fähigkeit, andere zu inspirieren. Der Führungsstil, so Hermann Simon, sollte ambivalent sein: autoritär in den Grundwerten, partizipativ in den Abläufen und Details der Umsetzung. Das heißt: Führung sollte sich auf Grundsätzliches konzentrieren und die Einzelheiten den Mitarbeitern überlassen. Die Manager müssen sich voll der Sache ihres Unternehmens verschreiben.

 

 

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