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Leeres Gerede vermeiden und handeln


Nun, da einige der Gründe geklärt sind, warum Reden so oft als Ersatz für Handeln verwendet wird, wenden wir uns Unternehmen zu, die dieses Problem vermeiden. Wir zeigten, dass die Managementausbildung stark auf die Aneignung rhetorischer Fähigkeiten ausgerichtet ist und der Erfolg eines Unternehmensberaters zu einem großen Teil auf Redegewandtheit und Präsentationsgeschick beruht. Auch andere Unternehmen und Führungskräfte ohne universitäre Managementausbildung verwenden Worte als Ersatz für Taten. Gegen zwanglose Gespräche, offizielle Präsentationen und quantitative Analysen an sich ist überhaupt nichts einzuwenden, da sie oft den ersten Schritt für intelligentes Handeln darstellen. Sie sind nur eben kein Ersatz für Taten. Es muss auch durchaus nicht immer kontraproduktiv sein, Wirtschaftsexperten oder externe Berater mit Talent und guten Ideen zu engagieren. Es kann aber Nachteile mit sich bringen, die nicht immer erkannt werden. Engagiert man externe Fachleute, deren Hauptfähigkeit im Reden besteht, kann dies zur Folge haben, dass das Unternehmen damit nicht nur neue Anregungen und Ideen erhält, sondern gleichzeitig auch die Hindernisse aufstellt, die der Umsetzung des eingekauften Wissens entgegenstehen.

Wir fanden heraus, dass viele Unternehmen, in denen Reden nicht das Handeln ersetzt, sich durch eine oder mehrere der nachstehenden Vorgehensweisen auszeichnen: Gemäß der Beförderungspolitik gelangen die Mitarbeiter erst dann in höhere Führungspositionen, wenn sie die betrieblichen Arbeitsabläufe gut kennen und verstehen. Dies setzt voraus, dass sie die Karriereleiter schrittweise erklimmen und in vielen Bereichen ausreichend Erfahrung sammeln können. Auf Grund der Unternehmenskultur werden klare, einfache Konzepte als sinnvoller und wertvoller eingeschätzt als unnötig komplizierte Strukturen. »Gesunder Menschenverstand« gilt als Kompliment und nicht als Beleidigung, und im Unternehmen wird eine einfache, klare und direkte Sprache gesprochen. Die Sprache ist handlungsorientiert, und es gibt Follow-up-Verfahren, die sicherstellen, dass Entscheidungen umgesetzt werden und Worte zu Taten führen. Entschuldigungen und Kritik, die erklären sollen, warum etwas nicht funktionieren kann, werden nicht akzeptiert. Einwände werden als Probleme umformuliert, die gelöst werden müssen, nicht jedoch als Begründung, etwas zu unterlassen.

 

 

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