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Integriertes Management: Harmonisation eines hochkomplexen Netzwerkes auf der Grundlage einer Management-Philosophie


Die ganzheitliche Betrachtung und gegenseitige Abstimmung von Problemlösungen im gesamten Netzwerk der normativen, strategischen und operativen Beziehungen führt zu Integration. Die paradigmatische Leitidee einer Management-Philosophie stellt die Grundlage für diese Integration dar.

Systeme erlangen Ganzheitlichkeit durch die Integration ihrer Elemente. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen ihnen müssen gestaltet werden. Dadurch wird die Voraussetzung für eine ganzheitliche Vorgehensweise geschaffen, welche eine synergetische Berücksichtigung arbeitsteiliger Beiträge zur Zielsetzung und -erreichung ermöglicht. Ein solches integratives Handeln des Managements ist aber nicht die Norm. In der heutigen komplexen, variablen und ungewissen Unternehmensumgebung lassen sich nicht alle Ereignisse voraussehen und vorab planen. Das Management wird immer wieder unvorbereitet mit situativen Ereignissen konfrontiert, auf die es mit kurzfristigen Maßnahmen reagieren muss. Problematisch dabei ist, dass sämtliche Auswirkungen dieser Maßnahmen im gesamten Netzwerk der Beziehungen nicht abgeschätzt werden können. Dieses situative, unter den Anforderungen schon eingetretener Ereignisse erfolgende Handeln kann als koordinierendes Vorgehen bezeichnet werden. Ein integratives Denken und Handeln setzt voraus, dass der Bereich der koordinativ zu bewältigenden Probleme eingeengt wird, um die Führungskräfte vom Druck des situativen Handelns zu befreien oder diesen zu minimieren. Dies kann zum einen durch den Aufbau spezifischer Strukturen geschehen, die sich durch ihren präsituativen Charakter auszeichnen, das heißt durch sie werden zukünftige Ereignisse vorweggenommen, bevor sie eintreten und zum Handeln zwingen. Andererseits fördert auch die Ganzheitlichkeit des Verhaltens von Problemlösern eine Integration. Daraus ergeben sich als Ansätze zur Stärkung des integrativen Denkens und Handelns in der Unternehmung die systemische Gestaltung und die Personalentwicklung.

Für ein derartiges integriertes Management zur Problemlösung gilt es, sowohl einen sach-rationalen Einstieg in die komplexe Landschaft wechselseitiger Problemabhängigkeiten zu finden als auch den Prozess des sozio-kulturellen Miteinanders aller Beteiligten verhaltensmäßig zu bewältigen. Erst die gegenseitige Durchdringung von sachrationalen und sozio-emotionalen Beziehungen lässt schließlich eine ganzheitliche Betrachtung integrierter Problemlösungen entstehen.

Die Management-Philosophie mit ihren lebensweltlichen Grundlagen, dem Struktur- und Mitarbeiterbild und dem Führungsverständnis trägt je nach Ausprägung den Prozess der Integration.

 

 

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