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Inhaltliche Ausrichtung und Zielgruppen der Entrepreneurship-Ausbildung


Den folgenden Ausführungen liegt als Grundverständnis der Unternehmerausbildung zugrunde: Ausbildung für die ganzheitliche, qualitative Unternehmerrolle insbesondere in jungen, mittelständischen Unternehmungen. Dagegen soll nicht die Ausbildung im Sinne der traditionellen akademischen Betriebswirtschaftslehre Gegenstand der Betrachtung sein, hier gesehen als: Ausbildung für eine eher quantitativ-orientierte Leitungsfunktion, Spezialistenfunktion in der gereiften, großen Unternehmung.

Wichtigste Zielgruppe der so verstandenen Unternehmerausbildung ist der (potentielle) selbständige mittelständische Jungunternehmer, der typischerweise auch Eigentümerfunktion (alleine oder im Team) hat. Neben den Unternehmern gehören zur Zielgruppe einer derartigen Ausbildung aber auch diejenigen, die in direkten Arbeitskontakten mit diesen Unternehmern stehen, wie z.B.:

- freie Unternehmensberater,

- Existenzgründungsberater in Kammern und Verbänden,

- Wirtschaftsförderer der Kommunen,

- Kreditsachbearbeiter im Firmenkundengeschäft der Kreditinstitute und

- Wagnisfinanzierer/Venture Capitalists.

Besonderheiten einer Unternehmerausbildung außerhalb des wirtschafts-und sozialwissenschaftlichen Bereichs, z.B. für Ingenieure, Rechtsanwälte etc. werden hier nicht berücksichtigt.

In den USA werden entsprechend ausgerichtete Entrepreneurship-Kurse inzwischen an etwa 300-400 Universities/Business schools angeboten.' Ihr Stellenwert dort wird u.a. gesehen als Alternative zu den traditionellen General Management und Management Policies Kursen, da

Managementinhalte didaktisch besser bei überschaubaren Unternehmenseinheit zu vermitteln sind,

– ein überwiegender Teil der Studenten später

– in mittelständischen Unternehmen als Angestellter arbeitet oder

– mit mittelständischen Unternehmen co-agiert (Beratung, Kreditvergabe, Gewerbeförderung) oder

– persönlich als Selbständiger arbeitet.

Weiterhin spricht für eine „unternehmerisch“ ausgerichtete Ausbildung, daß die Unternehmenswelt (auch die der klassischen Konzerne) heute in einem Wandel zu

– mehr verteilter Intelligenz und Entscheidungskompetenz,

– kleineren, selbstverantwortlichen Unternehmenseinheiten ist,

und daher „unternehmerisches Handeln“ auch in der Variante des „Intrapreneurship“ für Großunternehmen bedeutsamer geworden ist. Dies geschieht inbesondere im Hinblick auf Vorteile schnellerer und differenzierterer Information durch größere Marktnähe, kürzere Entscheidungshierarchien und damit verbundener treffsicherer, effizienterer Reaktionen auf die dynamischen Umweltentwicklungen.

 

 

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