Economia48 Projekt Wirtschaftslexikon Management Lexikon Lexikon Wirtschaft
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

Informationsfallen bei Trends


Viele Manager behandeln Informationen vom und über den Markt als Störfaktoren und nicht als Wegweiser zur Überprüfung der zentralen Annahmen. Gleichzeitig können in die Daten alle möglichen Aussagen hineinprojiziert werden. Dabei gibt es zwei Verzerrungsfilter: Erwartungen und Vorlieben. Sie verstellen die Sicht auf eine realistische Wahrnehmung, filtern die Daten heraus, die unseren Erwartungen entsprechen, oder die Daten werden so lange geordnet, bis sie diesen Erwartungen nicht mehr bedrohlich werden können. Schließlich kann etwas nicht zu Handlungen führen, was nicht relevant ist. Schon die Auswahl der Daten, die ein Unternehmen erhebt und der Kontext, in dem sie untersucht und präsentiert werden, können die herrschenden Überzeugungen unterstützen, selbst wenn bei nüchterner Betrachtung das genaue Gegenteil der Fall ist. Mit diesen Präferenzen wird versucht, die eigenen Interessen zu wahren, die sehr häufig in Form Von Bequemlichkeit und Stolz anzutreffen sind.

Insoweit trifft auch der Manager immer wieder die Entscheidung auf die Frage, ob er die jetzige Strategie in der Hoffnung auf ein glückliches Ende weiterverfolgen will oder die zentralen Annahmen, die ihr zugrunde liegen, überprüfen. So ist das Paradox der lernenden Organisation darin zu sehen, dass nur wenige bereit sind, sich den Mühen des Lernens zu unterziehen. Wenn man die Tatsachen ignoriert oder verzerrt, verschwinden sie deshalb noch lange nicht – man ist dann nur weniger auf ihre Folgen vorbereitet.

Mit Investitionen in hochmoderne Informationssysteme glaubt man, all diese Fallen in den Griff zu bekommen. Viele Versäumnisse entstehen, weil die richtigen Informationen nicht zur richtigen Zeit bei den richtigen Personen waren. Grundsätzlich ist es so, dass Menschen nur dann den Mund aufmachen, wenn sie in irgendeiner Weise davon profitieren. Da wundert es, dass viele Firmen viel Kreativität an den Tag legen, wenn es darum geht, Barrieren zu errichten. Dann ist es leichter zu schweigen und das Ziel der Bequemlichkeit ist wieder erreicht – zumindest für kurze Zeit. Führungsaufgabe muss es daher sein, Informationen zu beschaffen und zur Verfügung zu stellen und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen. Das funktioniert nur, wenn man es der Belegschaft so einfach wie möglich macht, Informationen zu generieren und weiterzugeben, ohne dabei einen »karrierelimitierenden Schritt« zu machen.

Sind dann die Informationen im Umlauf, müssen Taten folgen. Nichts motiviert so stark wie die konkrete Umsetzung der Ergebnisse. Wenn man fragt und dann nicht entsprechend tätig wird, ist das fast noch schlimmer, als wenn man von vornherein untätig bleibt. Eine Schlüsselfrage lautet: Welche Ideen und Informationen werden vom Unternehmen belohnt? Insoweit bestimmen letztendlich die Entscheidungsträger, ob die Informationen, die durch eine Organisation fließen, rechtzeitig und wirksam genutzt werden.

In ihrem Fazit erweitert Eileen Shapiro den OOBA-Kreislauf um das Element »Glaubenssätze«. Diese Glaubenssätze stehen noch vor der Beobachtung gegenwärtiger Ereignisse, der Orientierung, der Auswahl von Alternativen und der tatsächlichen Umsetzung. Man muss sich bewusst sein, dass sich Geschäftssysteme ändern. Es geht darum, diese Veränderungen zu verstehen, bewusst zu steuern und zu entscheiden, welche Regeln beibehalten, verändert oder über Bord geworfen werden sollen.

 

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

 

Weitere empfehlenswerte Webseiten:

Window on opportunity – Marktpotential zum Zeitpunkt des Markteintritts - Entwicklung zur Größe

Wenn man nur gründlich danach sucht, findet sich immer ein

Aber es gibt doch nicht nur die Eigentumsrechte, sondern auch bestimmte andere Rechte, wie z.B. das Recht auf Arbeit, auf Bildung, auf Wohnung usw., und diese Rechte sind Bestandteil der sozialen Gerechtigkeit.

 

Startseite | Themen | Projekt | Kontakt | Impressum | Rechtliche Hinweise

1| 2| 3| 4| 5| 6| 7| 8| 9

Copyright © 2011 All rights reserved. Wissensarchiv für Wirtschaft