Hohe Konkursquoten - Entwicklung zur Größe
Was ist das Schicksal dieser neuen Unternehmen? Beobachter dieses Neuentstehen-und-Sterbens sind sich einig, daß das Bild recht düster ist. Der Anteil von Firmenzusammenbrüchen und Konkursen bleibt recht hoch. In manchen Branchen scheinen die Chancen schlechter zu sein als in anderen. Einzelhandel, Baugewerbe und Dienstleistungsbetriebe z.B. machen gerade 3 von 21 Branchen aus, die die Inkassofirma Dun & Bradstreet untersucht hat. Im Jahre 1980 betrug der Anteil dieser Branchen an Firmenzusammenbrüchen und Konkursen jedoch 70 %.
Versucht man, sich ein Gesamtbild zu verschaffen, so zeigt dies, daß über 53 % aller Firmenzusammenbrüche und Konkurse in den ersten 5 Lebensjahren einer neuen Firma vorkommen, fast 30 % nach 6 bis 10 Jahren seit Gründung, und die restlichen 20 % betreffen Firmen, die länger als 10 Jahre bestanden. Damit soll keineswegs angedeutet werden, daß Konkurse nicht passieren dürfen. Ein gewisses Maß an Mißerfolg ist Teil jener „kreativen Selbstzerstörung“, die Joseph Schumpeter beschrieben hat. Es ist Teil des dynamischen Prozesses von Innovation und wirtschaftlicher Erneuerung und ebenso Teil der »Lehrzeit des Unternehmers“. Der Mißerfolg eines einzelnen Unternehmens bedeutet keineswegs das Ende einer Unternehmerkarriere.
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