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Geld ist zu einem globalen Gut geworden


Eine dieser Herausforderungen habe ich bereits genannt: Geld ist zu einem globalen Gut geworden und kann nicht länger von irgendeiner nationalen Behörde kontrolliert werden. Vielleicht brauchen wir eine internationale Finanzbehörde — vielleicht sogar eine Zentralbank (oder eine Konföderation der bestehenden Zentralbanken).

Vielleicht werden wir aber auch zu dem Schluß kommen, daß der Weltfinanzmarkt, wie eine kleine, aber stetig wachsende Gruppe von »Free-banking«-Theoretikern an den Universitäten behauptet, derart komplex ist und sich so schnell bewegt, daß keine regulative Maßnahme greifen kann, so daß es einen vollständig freien Markt geben muß, in dem alle Zentralbanken und alle Verordnungen über Bankgeschäfte und Finanzen abgeschafft werden müssen.

Ich bezweifle, daß irgendein Land zu einem so radikalen Schritt bereit wäre. Ich bezweifle auch, daß es überhaupt funktionieren kann, zumindest, solange wir nicht zu Hartgeld zurückkehren und das Papiergeld abschaffen. Aber allein die Tatsache, daß das »Free-banking« von erstklassigen Volkswirtschaftlern ernst genommen wird — und darüber hinaus auch von einigen erfahrenen Handelsbank-Fachleuten —, zeigt, daß wir einer bisher nie dagewesenen Situation entgegensehen, was eine der tragenden Säulen der Politik angeht: die Kontrolle des Geldes.

Eines kann man ohne großen Zweifel schon heute feststellen: Was die Geldverwalter in den wichtigsten Industrienationen — die Bank von Japan; das Federal Reserve Board in den Vereinigten Staaten; die Deutsche Bundesbank; die Bank von Frankreich; die Bank von England — zur Zeit versuchen, ist keine langfristige Antwort auf die heutigen Verhältnisse. Sie tun so, als ob sie noch immer alles unter Kontrolle hätten — und kaum ist die erste Krise da, funktioniert dies nicht mehr. Dann versuchen sie vorzugeben, daß sie alles im Griff hätten, wenn sie nur zusammenarbeiteten —und kaum ist die erste Krise da, funktioniert auch das nicht. Und das, obwohl es sich hier um die fähigsten und erfahrensten Leute handelt, die wir uns vorstellen können. Daß sie so erfolglos versuchen, das bestehende System aufrechtzuerhalten, zeigt, daß wir einem grundlegenden Wandel entgegensehen. des Regenwaldes am Amazonas und die Verringerung der Ozonschicht in der Atmosphäre. Das Handeln selbst ist lokal begrenzt, wie beispielsweise das Abholzen und Verbrennen der Bäume am Amazonas oder die Freisetzung von FCKWin einem einzelnen Haushalt. Die Auswirkungen sind hingegen keineswegs lokal begrenzt. Darüber hinaus kann die Umwelt — wie wir noch vor einigen Jahren glaubten — keineswegs durch das Handeln der großen »entwickelten« Staaten allein geschützt werden, der Staaten, die über den Reichtum verfügen, für den Umweltschutz zahlen zu können.

Die Sowjetunion stellte, wie heute offensichtlich wird, die größte Gefahr für die Umwelt dar — und die Bedrohung konzentriert sich auf die ärmsten Staaten im asiatischen Teil der ehemaligen Sowjetunion. Entsprechend wird das chinesische Festland mit fortschreitender wirtschaftlicher Entwicklung umwelttechnische Bedrohungen verursachen, die sich heute niemand auch nur annähernd vorstellen kann.

Und hier wird die Frage eines internationalen Handelns, das sowohl die Umwelt schützt als auch den armen Ländern zugute kommt, die dringend eines schnellen wirtschaftlichen Wachstums bedürfen, zu einer äußerst wichtigen Aufgabe werden — besonders für die Regierungen der »entwickelten« Länder.

 

 

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