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Führungskräfte schätzen interne Konkurrenz


Führungskräfte sitzen nur deshalb in gehobenen Positionen, weil sie sowohl im Unternehmen als auch während ihrer Ausbildungszeit öfter als alle anderen aus Konkurrenzsituationen als Sieger hervorgingen. Auch deshalb sorgen so viele Unternehmen dafür, dass ihre Beschäftigten miteinander in Konkurrenz treten. In einem Artikel heißt es dazu: »Zum großen Teil sind unsere Führungskräfte nicht nur deshalb die Karriereleiter emporgeklettert, weil sie über die erforderlichen Führungsqualitäten verfügen, sondern auch aufgrund ihrer Fähigkeit, erfolgreich mit anderen zu konkurrieren. Aus diesem Grund ist es nicht weiter verwunderlich, dass die meisten von ihnen davon überzeugt sind, die Einführung innerbetrieblicher Konkurrenz fördere die Leistung aller.« Traditionell kristallisieren sich Führungspersönlichkeiten in Konkurrenzsituationen heraus, in denen der Erfolg des einen das Scheitern der anderen bedingt. Schon in der Schule wird der Erfolg im Verhältnis zu den Mitschülern definiert. Herkömmliche Benotungssysteme bewerten nicht die absolute Leistung, sondern die Leistung des einzelnen Schülers in Relation zu seinen Mitschülern. Im Arbeitsleben wird das Streben, die Mitstreiter zu übertrumpfen, noch unerbittlicher, und die Chancen, diesen Kampf zu gewinnen, sind noch geringer als in der Schulzeit. In Unternehmensberatungen und Investmentfirmen gelingt es nur einem Bruchteil der Beschäftigten, in leitende Positionen aufzusteigen und eine Teilhaberschaft angeboten zu bekommen. Selbst wenn dies gelungen ist, hängt die Höhe des Gehalts oft davon ab, ob man bessere Leistung erbringt als andere Teilhaber. Die Karriereleiter zu erklimmen, heißt nichts anderes, als sich ständig in der Konkurrenz zu seinen Kollegen zu bewähren. In unserer Gesellschaft wurden diejenigen mit dem größten Einfluss auf die organisatorische Struktur unserer Unternehmen, weil sie diese entweder leiten oder deren Manager beraten, ihr Leben lang auf die Überzeugung getrimmt, dass Konkurrenz das beste Mittel zur Erzielung individueller Leistung ist. Die flächendeckende Verbreitung der innerbetrieblichen Konkurrenz ist also nur folgerichtig.

 

 

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