Economia48 Projekt Wirtschaftslexikon Management Lexikon Lexikon Wirtschaft
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

Externe vs. interne Konkurrenz


Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, als sei Konkurrenz grundsätzlich etwas Negatives. Unternehmen wie SAS Institute, AES, The Men's Wearhouse und Southwest Airlines müssen sich starken Konkurrenten gegenüber behaupten, was mit ein Grund für ihren Erfolg ist. Doch das Augenmerk dieser Firmen richtet sich ausschließlich auf externe Konkurrenten und nicht auf direkte Kollegen oder Mitarbeiter aus anderen Filialen, Werken oder Abteilungen. Die Mitarbeiter der genannten Unternehmen verbringen ihre Zeit und Energie damit, am Markt zu bestehen, und nicht damit, sich untereinander zu bekämpfen. Ihre Lohn- und Leistungsbewertungssysteme sind so ausgelegt, dass sie einander nicht dominieren müssen, sondern sich gegenseitig unterstützen können. Southwest zum Beispiel fördert ein starkes Gruppengefühl im Unternehmen. Die Fluglinie führte eine Gehalts- und Lohnstruktur ein, die auf Gewinnbeteiligungen und Aktienoptionen aufbaut und individuelle Leistungsprämien vermeidet. Dahinter steckt die Idee, sich gegenseitig bei der Arbeit zu unterstützen, Ideen zu teilen und gemeinsam eine starke Corporate Identity aufzubauen. Wird Southwest Airlines von seiner Konkurrenz bedroht, empfinden dies alle Mitarbeiter als Bedrohung. Externe Konkurrenten werden verteufelt und wie Kriegsgegner behandelt, doch intern ziehen alle am selben Strang, wie der folgende Auszug aus einem Rundschreiben von Geschäftsführer Herb Kelleher an seine Mitarbeiter belegt, das verteilt wurde, als US Airways versuchte, sich in Baltimore zu etablieren: » 1814, nach dem Ende des Kriegs von 1812, griffen die britischen Truppen die Vereinigten Staaten an und wurden am Fort McHenry in Baltimore, Mary land, vernichtend geschlagen ... Am 1. Juni 1998 beginnt die zweite Schlacht um Baltimore. Von diesem Moment an wird US Airways einen heftigen Luftangriff gegen Southwest Airlines starten, und zwar in Form seines Unternehmensbereichs Metrojet, der zu günstigeren Konditionen bei rieben wird und diese Einsparungen an seine Kunden weitergibt ... MetroJet ist KEIN lanrasieprodukr. US Airways ging in ihren öffentlichen Statements eher die zielstrebigen Interessen von Metrojet nur viel diskreter vor als United mit der aggressiven Vorgehensweise bei Shuttle.Die Sicherheit der Arbeitsplätze, die Gewinnbeteiligung, der künftige Expansionskurs und der Stolz aller Southwest-Friedenstruppen! . . . Die Frage, wie Southwest diesen jüngsten Angriff von einem der sieben großen Fluggesellschaften übersteht, ist für uns ALLE genauso wichtig wie der Ausgang des Krieges an der Westküste, den wir mit Shuttle von United führen. ... Ebenso wie in diesem Krieg sind wir auch in der Schlacht um Baltimore auf den Kampfgeist, die Hingabe und die Einsatzfreudigkeit unserer Mitarbeiter angewiesen, deren Motto lauten muss: Gemeinsam sind wir stark. Alle Mitarbeiter müssen unsere Kunden freundlich, umsichtig und herzlich behandeln – überall und jederzeit. Unser Konkurrenzvorteil besteht nicht aus Maschinen! Es beruht auf dem Geist, der Seele und dem Herz unserer Mitarbeiter . . . Ich verlasse mich darauf, dass Sie alle aus vollster Überzeugung und von ganzem Herzen dabei sind, unseren Erfolg fortzusetzen, sodass wir auch künftig stolz auf unsere Leistungen sein können.«

 

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

 

Weitere empfehlenswerte Webseiten:

Einsicht und Erkenntnisse als Grundlage für Veränderungen

Auswahl der Prozesse bei Business Reengineering

Das erste Prinzip: Wissen durch Handeln erwerben

 

Startseite | Themen | Projekt | Kontakt | Impressum | Rechtliche Hinweise

1| 2| 3| 4| 5| 6| 7| 8| 9

Copyright © 2011 All rights reserved. Wissensarchiv für Wirtschaft