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Entrepreneurship — die grundlegende wissenschaftliche Disziplin für das Fach Wirtschaft des 21. Jahrhunderts – Einführung


Seit längerem besteht in den Curricula der Wirtschaftsausbildung eine bedenkliche Dichotomie zwischen der Wichtigkeit von Kursen über Entrepreneurship einerseits und ihrem tatsächlichen Einsatz andererseits. Nur zu oft stehen die Wirtschaftsakademien (College of Business Administration — COBA2) auf dem Standpunkt, Entrepreneurship-Kurse sollten Berufsqualifikationen im Sinne von „Know-how“ vermitteln. Als solche sind die Entrepreneurship-Kurse aber von geringem akademischen Wert.

Zum Teil geht diese Fehleinschätzung auf den politischen und ökonomischen Druck zurück, „Arbeitsplätze zu schaffen“. Aus diesem Druck heraus glaubte man, jeder könne zum Entrepreneur ausgebildet werden. Einmal ausgebildet, würde er aktiv werden und Arbeitsplätze schaffen. Das wurde von bedeutenden Entrepreneurship-Forschern als Irrtum entlarvt, so von Stevenson (1994) und noch früher von Timmons (1990), beide von der Harvard Business School.

Außerdem hatten viele COBA-Leiter nicht bemerkt, daß diejenigen, die ein Unternehmen mit dem Ziel ins Leben rufen, einen gewissen „Lebensstil“ aufrechtzuerhalten, nicht die sind, die neue Arbeitsplätze schaffen, sondern allenfalls „Besitzer“. Die wirklichen Entrepreneure sind diejenigen, deren Visionen von neuen Produkten oder neuen Dienstleistungen, innerhalb oder außerhalb von Konzernen, tatsächlich neue Arbeitsplätze schaffen, sobald sie einmal umgesetzt sind.

Wenn nur 0,3 % der Unternehmen in den Vereinigten Staaten Erträge in Dimensionen von mehreren hundert Millionen Dollar aufweisen (NIFB 1985), was ist dann mit den anderen 99,7 %? Sie sind kleine oder wachsende Unternehmungen! Die Curricula der Wirtschaftsakademien haben diese Kleinunternehmen einfach links liegen gelassen, indem sie sich auf die Bedürfnisse der 0,3 % konzentriert haben. Genaugenommen haben die Wirtschaftsakademien damit den Blick auf das Wesentliche verloren.

Man sollte bedenken, daß zwischen 1980 und 1987 die 500 umsatzstärksten Unternehmen (Fortune 500 Companies) insgesamt 3,1 Mio. Beschäftigte entlassen haben. In derselben Zeit schufen die „non-Fortune 500“-Firmen, zumeist neue und kleinere Firmen, 17 Millionen neue Jobs (Timmons 1994). Diese Tatsache sollte genügen, den Schwerpunftt der Unternehmerausbildung in den Curricula der Wirtschaftsakademien zu überdenken.

 

 

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