Economia48 Projekt Wirtschaftslexikon Management Lexikon Lexikon Wirtschaft
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

Eintritt in neue Märkte beim Wettbewerb


Es gibt eine Reihe entscheidender ökonomischer Prinzipien, welche die Attraktivität eines Marktes als Eintrittsobjekt für ein Unternehmen bestimmen und gleichzeitig die Aktiva und Fähigkeiten aufzeigen helfen, die seinen Eintritt rentabel gestalten. Diese Prinzipien sind für den Erfolg oder Misserfolg des Eintritts ausschlaggebend. Der Eintritt durch interne Entwicklung erfordert den Aufbau einer neuen Geschäftseinheit in der Branche, einschließlich neuer Produktionskapazitäten, Vertriebsbeziehungen und Vertreterstäbe. Er konfrontiert das Unternehmen direkt mit den beiden Ursachen von Eintrittsbarrieren in einer Branche: den strukturellen Barrieren und den zu erwartenden Reaktionen der bestehenden Unternehmen. Ein weiterer Faktor ist der Effekt, den die Kapazität des hinzutretenden Unternehmens auf das Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht der Branche ausüben wird. Vernachlässigt wird häufig der Einfluss der voraussichtlichen Reaktionen existierender Unternehmen. Eine verbreitete Reaktion sind Preissenkungen, weshalb die in Vorkalkulationen eingehenden Preise unter Umständen niedriger sein müssen als die vor dem Eintritt bestehenden.

Einem völlig anderen analytischen Rahmen als der Eintritt durch interne Entwicklung unterliegt der Eintritt durch Akquisition, da die Akquisition streng genommen kein neues Unternehmen schafft. Der kritische Punkt ist die Erkenntnis, dass sich der Preis einer Akquisition auf dem Markt für Unternehmen bildet. Ein effizienter Markt für Unternehmen arbeitet darauf hin, überdurchschnittliche Gewinne aus einer Akquisition abzubauen. Wenn ein Unternehmen solide geführt wird und gute Zukunftsaussichten aufweist, wird sein Preis auf dem Markt hochgetrieben werden. Ist seine Zukunft hingegen düster oder benötigt es massive Kapitalspritzen, so wird sein Verkaufswert, verglichen mit seinem Buchwert, relativ niedrig ausfallen. Das bedeutet: In dem Maße, wie der Markt für Unternehmen effizient arbeitet, wird der Preis einer Akquisition den Großteil der Erträge für den Käufer eliminieren. Akquisitionen sind dann am gewinnträchtigsten, wenn die Preisuntergrenze, die aus der Option des Anbieters entsteht, das Geschäft zu behalten, niedrig liegt, der Markt für Unternehmen unvollkommen ist und überdurchschnittliche Erträge nicht durch den Prozess des Bietens durch die Konkurrenten eliminiert werden oder der Käufer eine besondere Fähigkeit besitzt, das Geschäft zu betreiben. Wenn sich die Akquisition lohnen soll, müssen, so Michael Porter, immer zwei dieser Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein.

 

 

Diese Seite als Bookmark speichern :

 

 

Weitere empfehlenswerte Webseiten:

Nationale Grenzen und Regierungseinflüsse als Störfaktoren der Weltwirtschaft

Eine neue Filiale in Sannomiya, Kobe

Die Teile und das Ganze bei der Spieltheorie– »PARTS«

 

Startseite | Themen | Projekt | Kontakt | Impressum | Rechtliche Hinweise

1| 2| 3| 4| 5| 6| 7| 8| 9

Copyright © 2011 All rights reserved. Wissensarchiv für Wirtschaft