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Einsicht und Erkenntnisse als Grundlage für Veränderungen


Wie Sie richtig feststellen, sind die Grenzen des Machbaren für die Politik inzwischen allzu offensichtlich. Regierungen können nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, als Souverän eines Volkes über die Menschen zu regieren. Dies gilt für alle führenden Industrienationen, und Japan ist da keine Ausnahme. Die Regierung ist nicht länger in der Lage, der Gesellschaft Führungsimpulse zu verleihen. Es ist heute mehr als jemals zuvor die Pflicht eines jeden Japaners und einer jeden Japanerin, sich selbst des Status als Bürger und Bürgerin zu versichern.

Was wir brauchen, ist nicht Munition, sondern die Einsicht der Menschen. So viele von uns wie möglich müssen ihren Verstand nutzen, um unsere Wirtschaft und Gesellschaft zu beeinflussen und zu verändern. Wenn der strukturelle Wandel überfällig ist, wenn die japanische Wirtschaft und Gesellschaft es versäumen, die Veränderungen der Zeit und die globalen Trends vorherzusehen, dann werden wir diejenigen sein, die am Wegesrand zurückbleiben. Die Straßen werden voll sein von Arbeitslosen, die Gesellschaft wird zugrunde gehen, und das Land wird seinem Verfall entgegensehen. Ein Blick auf die Welt um uns herum zeigt, daß den Steuereinnahmen eines Landes wirtschaftliche Grenzen gesetzt sind. Die Regierungen können unzweifelhaft nicht länger ihren Führungsanspruch gegenüber der Gesellschaft behaupten, sind sie doch unfähig, die Bedürfnisse aller mit Wohlwollen und Großzügigkeit zu befriedigen. Die Menschen sollten endlich aufwachen und das akzeptieren.

Aber dies ist nur der erste Schritt. Die Welt bewegt sich längst auf eine postkapitalistische Gesellschaft zu, und Japan kann nicht gegen den Strom schwimmen. Mein Land hat keine andere Wahl, als mit dem Strom zu schwimmen. Um dazu in der Lage zu sein, müssen wir uns sämtlicher Verordnungen entledigen, die die wirtschaftliche Aktivität einschränken, und in Japan eine wirkliche freie Marktwirtschaft etablieren.

Wenn wir das bleiben, was wir heute sind; wenn wir uns scheuen, den Strukturwandel in Angriff zu nehmen, nur weil wir Angst haben, auf der Strecke zu bleiben; wenn wir uns weigern, das Potential einer internationalen Arbeitsteilung anzuerkennen; wenn wir die Kosten wirtschaftlicher Regulierung ohne Einschränkung hinnehmen – dann wird die japanische Wirtschaft nur noch die Rücklichter des davonfahrenden Zuges der globalen Wirtschaft sehen, und wir werden isoliert sein. Eine Situation wie diese, ohne Aussicht auf Gewinn, würde eine wirtschaftliche Rezession und eine soziale Verarmung mit sich bringen, die angesichts des noch nie dagewesenen Alterns der Gesellschaft eine schwere Bürde bedeuten würde.

Wie Sie jedoch schon bemerkten, sind die Japaner nicht dumm. Wir sind nicht so selbstzufrieden, uns zurückzulehnen und uns von einer solch verheißungsvollen Zukunft überrennen zu lassen. Ein jeder von uns muß darauf vorbereitet sein, sich als Bürger anzusehen, der alles daransetzt, unsere Gesellschaft durch unsere eigenen Anstrengungen zu beeinflussen und zu verändern und die Ansprüche einer fortschrittlichen Gesellschaft auf der Basis der Prinzipien des Sichanbietens, der Selbstdisziplin und der Eigenverantwortung zu erfüllen.

 

 

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