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Einige Überlegungen zu den Ausbildungserfordernissen bei (potentiellen) Unternehmern im Hinblick auf die Lehrmethode - Persönlichkeitsorientierte Entrepreneurship-Forschung


Ein Großteil der empirischen Forschungsarbeiten geht traditionell in der Entrepreneurship-Forschung auf die Beschreibung der psychischen Eigenschaften von Unternehmern eins Insbesondere wird versucht, auf diese Weise eine Beschreibung des typischen Unternehmers zu geben oder speziell auf erfolgsunterscheidende Eigenschaften einzugehen. Der praktische Nutzen dieser Forschungsansätze bleibt aber bisher weitestgehend offen.

Er könnte zum einen darin gesucht werden, – setzt man einmal den Erfolgsbezug voraus – daß ein bewußter Selektionsprozeß von Seiten der Venture Capital-Gesellschaften, der Kreditinstitute, der öffentlichen Förderungsinstitutionen basierend auf diesen Forschungsergebnissen stattfindet: Kreditbewilligungen, Investition von Eigenkapital erfolgt nur, wenn das Persönlichkeitsprofil des Unternehmers stimmt.

Setzt man einmal voraus, daß basale (und hier wird nur an grundlegende psychische Dispositionen, nicht an spezifischere Eigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten gedacht) Unternehmerfähigkeiten prinzipiell nicht ausschließlich angeboren sind, sondern im Laufe des Lebens erlernt werden können, und setzt man des weiteren voraus, daß dieses auch durch gelenkte Lernprozesse stattfinden kann, so könnte ein anderer Ansatz der Nutzung bisheriger Ergebnisse der Entrepreneurforschung in dem Versuch liegen, diese Eigenschaften gezielt durch Unterrichtsveranstaltungen heranzubilden; dies hat zu einem frühen Zeitpunkt McClelland bezüglich der Leistungsmotivation (need of achievement) in Indien mit partiellem Erfolg praktiziert.'

Ein dritter Ansatz zur Nutzung der vorliegenden Entrepreneurship-Forschung, setzt auf der Vorstellung auf, daß gewisse unternehmerische Grunddispositionen bei den Lernenden der Entrepreneurship-Ausbildung gegeben sein sollten und stellt dann die Lehrmethodologie auf die spezifischen psychischen Gegebenheiten dieser Zielgruppe ab. Einige Überlegungen im Hinblick darauf werden im folgenden angestellt.

Basierend auf den Ergebnissen der personenbezogenen Entrepreneurship-Forschung der letzten 20 Jahre kann davon ausgegangen werden, daß sich Unternehmer von anderen Bevölkerungsgruppen u.a. durch die folgenden psychischen Dispositionen unterscheiden (aus dem reichhaltigen Angebot unterschiedlich gut abgesicherter Forschungserkenntnisse in diesem Feld werden hier nur einige wenige exemplarisch aufgeführt):

Selbstverständlich ist dies keine Aufarbeitung aller möglicherweise aus diesem Forschungsbereich relevanten Erkenntnisse; es soll mit diesen Überlegungen lediglich eine bestimmte Idee der Verarbeitung der bisherigen Forschungsergebnisse angedeutet werden, die erweitert und vertieft werden muß. Hierauf wird weiter unten wieder Bezug genommen, nachdem ein anderer für die Entrepreneurship-Ausbildung relevanter Forschungsbereich (Psychologie komplexen Denkens) kurz referiert worden ist.

 

 

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