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Effektive Regierungen


Wir sind wahrscheinlich schon sehr kurz davor, die Politik neu »erfinden« zu müssen. Schließlich ist deutlich geworden, daß ein entwickeltes Land den großen Verwaltungsapparat weder ausbauen, wie es die (sogenannten) Liberalen fordern, noch ihn abschaffen und zur Unschuld des 19. Jahrhunderts zurückkehren kann, wie es die (sogenannten) Konservativen wollen. Die Regierung, die wir brauchen, wird die Vorstellungskraft dieser beiden Gruppen übersteigen.

Der Megastaat, den dieses Jahrhundert hervorbrachte, ist bankrott, sowohl in finanzieller als auch in moralischer Hinsicht. Er hat nicht gehalten, was er versprach. Sein Nachfolger kann jedoch nicht der »kleine Staat« sein. Es gibt viel zu viele Aufgaben, sowohl innenpolitisch als auch im internationalen Rahmen. Was wir tatsächlich benötigen, ist der effektive Staat - und das ist es, wonach die Wähler in allen »entwickelten« Ländern im Endeffekt verlangen.

Natürlich unterscheidet sich die japanische Regierung in vielerlei Hinsicht von denen anderer Länder - aber das gilt für jede Regierung. Was sie alle gemeinsam haben, ist die Tatsache, daß die Theorie, auf deren Grundlage sie arbeiten, die politische Theorie der letzten dreihundert Jahre, schal geworden ist. Deshalb werden in allen Ländern der Welt die Regierungen immer ineffektiver, je dringender wir effektive Regierungen benötigen. In jedem Land wird die Frage, was eine Regierung leisten kann, zunehmend zur zentralen Frage — die jedoch bislang niemand ernst genommen und wirklich studiert hat.

Aus diesem Grunde muß die Schlußfolgerung dieses Dialoges lauten, daß die kreative Erneuerung der Politik zum wichtigsten aller Anliegen werden wird, die Isao Nakauchi und ich diskutiert haben.

 

 

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