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Drei Kräfte, die zum Wandel zwingen bei Business Reengineering


Ausgangspunkt für die Empfehlungen von Michael Hammer und Jaines Champy ist die Diagnose, dass sich die Welt plötzlich verändert hat. Im heutigen Umfeld ist nichts konstant oder vorhersehbar, weder Kundennachfrage, Marktwachstum oder Produktlebenszyklen noch das Tempo des technologischen Wandels oder die Merkmale des Wettbewerbs. Die Welt früherer Wirtschaftstheoretiker – von Adam Smith und Henry Ford – ist endgültig Vergangenheit. Drei Kräfte nennen Michael Hammer und James Champy, welche die Unternehmen vorantreiben und den Managern Furcht einflößen, weil sie das neue Terrain nicht kennen: Kunden, Wettbewerb und Wandel.

Die Kunden haben das Kommando übernommen. Anstelle der Anbieter haben nun sie die Oberhand. »Sie sagen den Lieferanten nun, was sie wollen, wann sie es wollen, wie sie es wollen und was sie zu zahlen bereit sind.« Dies gilt sowohl für die Kunden aus der Industrie als auch für die Verbraucher. Der Wettbewerb wird intensiver. Früher fand ein Unternehmen, das ein Produkt oder eine Dienstleistung in annehmbarer Qualität zum günstigsten Preis auf den Markt bringen konnte, in der Regel auch Käufer. Heute ist die Situation völlig anders: Es gibt mehr Konkurrenten und es gibt unterschiedliche Arten des Wettbewerbs. Nischenanbieter haben nahezu alle Märkte verändert, Newcomer, die sich nicht an die gewohnten Spielregeln halten, können mit der nächsten Produkt- oder Dienstleistungsgeneration auf den Markt vorstoßen. Auch die Technologie verändert den Wettbewerb laufend. Der permanente Wandel wird zur Konstante. Nicht nur die Kunden und die Form des Wettbewerbs haben sich verändert, auch die Qualität der Veränderungen selbst hat sich gewandelt. Wandel wurde zur Gewohnheit und ist heute die Norm. Auch hat sich der Wandel beschleunigt; sein Tempo treibt wiederum die Innovationen voran. Der Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen ist kürzer geworden und zudem hat sich auch die Zeit verkürzt, die für die Entwicklung und Einführung neuer Produkte zur Verfügung steht. Diese drei Kräfte – Kunden, Wettbewerb und Wandel – haben die Geschäftswelt verändert. Es wird immer deutlicher, dass Organisationen, die in einer Welt mit Massenproduktion, Stabilität und Wachstum prächtig gedeihen, in dem heutigen Umfeld, das Flexibilität und rasche Reaktionsfähigkeit verlangt, nicht erfolgreich sein können. »Das Problem vieler Unternehmen besteht darin, dass sie an der Schwelle zum einundzwanzigsten Jahrhundert die Bürde eines organisatorischen Aufbaus zu tragen haben, die im neunzehnten Jahrhundert entstand und im zwanzigsten gute Dienste geleistet hat.«

 

 

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