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Die kapitalistischen Konzerne beuten die Umwelt rücksichtslos aus


Auch das ist – halten zu Gnaden, daß ich schon wieder und immer noch widerspreche – ein Irrtum, ja sogar gleich wieder ein ganzer Stapel voller Irrtümer. Zunächst sollte man eine Art Güterabwägung vornehmen. Jonathan H. Adler, Direktor für Umweltforschung am ,Competitive Enterprise Institute’ in Washington, hat dazu einmal folgende Überlegung angestellt: Daß die Aktivitäten der Menschheit einen Einfluß auf die Atmosphäre ausüben, ist eine Tatsache. Aber die hieraus resultierenden Veränderungen sind so gering, daß sie keine teuere oder entwicklungsbehindernde Politik rechtfertigen. Wenn die Veränderungen überhaupt etwas anzeigen, dann daß die beste Politik wahrscheinlich darin besteht, nichts zu tun. Wir müssen aufpassen, so Adler, denn ‚Reichtum’ heißt auch ,Gesundheit’; das können wir besonders im Vergleich der reichen Länder mit den Entwicklungsländern beobachten. Und eine überzogene Umweltpolitik kann in ökonomische Stagnation münden. Bezüglich der Ökologie zuviel zu tun, kann schlimmere Folgen haben, als zuwenig zu tun. Der sicherste Weg wäre jedenfalls – auch bezüglich des so genannten Treibhauseffektes –nicht mehr Staatseingriffe vorzunehmen, sondern weniger. Technischer Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum auf freien Märkten sind die besten Mittel, bei der Energienutzung und bei der Entwicklung unschädlicher Energiequellen zu größerer Effizienz zu gelangen. (s. Adler 1998)

Daß dem so ist, konnte man in der bisherigen Entwicklung schon vielfach bestätigt sehen. Die Kupferdrähte wurden durch Fiberglaskabel ersetzt – nicht wegen der Aktivität von Umweltpolitikern, sondern weil der Markt Anreize für Innovationen schafft. Und Petroleum hat das Walöl schon lange vor der Gründung von Greenpeace ersetzt, weil die Überfischung der Walbestände zu einem Preisanstieg des Walöls geführt hatte, der wiederum die Suche nach billigeren und besseren Alternativen angeregt hat. Und die im Vergleich zu den Kohle- und Braunkohlekraftwerken relativ „sauberen“ Kernreaktoren sind nicht durch die Aktivitäten der Öko-Politiker errichtet worden, sondern gegen sie. Und ohne staatliche Intervention werden auch sie eines Tages durch weniger gefährliche Kern-fusions- oder Wasserstoffanlagen ersetzt werden. Kurz: Vor den unabsehbaren Launen und Fanatismen einer Politik gegen die sogenannte Klimakatastrophe sollten wir uns viel mehr fürchten als vor einer eventuellen atmosphärischen Erwärmung selbst.

Daraus ist auch unmittelbar zu ersehen, daß es der Partei der Grünen nicht wirklich um die Umwelt geht, sonst würden sie nicht mit Zähnen und Klauen gegen die Kernkraft kämpfen. Die Grünen sind in Wirklichkeit blümchengetarnte Sozialisten, zutiefst modernitäts-, zivilisations- und individualismus-feindlich. Sie haben das Zwei-Welten-Theorem von Hayeks nicht begriffen – und wollen es auch nicht begreifen. Ihr Ideal ist die Hordenorganisation der Steinzeit-Gesellschaft. Deswegen ist der Kapitalismus als Inbegriff der modernen Zivilisation ihr Todfeind. Außerdem ist das Thema Umwelt ein phantastisches Machtvehikel, das quasireligiöse Machtvehikel par excellence in der modernen Zeit, in der die friedliche Macht der Konsumenten die gewalttätige politische Macht zu entthronen droht. Und nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Utopien ist die Ökologie erst recht die letzte verbliebene Utopie, die sie für ihre Zwecke einsetzen können. Der Heiligenschein, in den die Grünen ihre Herrschaftsstrategie einhüllen können, macht das Phänomen ,Grün-Alternativ’ regelrecht überlebensgefährlich für das Menschengeschlecht. Der weltweite Energiebedarf wird in den kommenden Jahrzehnten – schon wegen des rapiden Bevölkerungswachstums in den Schwellenländern – explosionsartig steigen. Die Umweltprobleme durch fossile Energieträger können dadurch in der Tat problematisch werden, wenn auch nicht im Westen, sondern in der übrigen Welt. Eine Begrenzung des Wachstums der Kohlendioxid-Emissionen kann aber nur mit mehr Kernenergie gelingen – und zwar mit modernsten und sicheren Anlagen westlicher Bauart. Außerdem kann die Entwicklung neuer großtechnologischer Ersatzenergien (Kernfusion, Wasserstoff o.ä.) nur auf dem technischen und finanziellen Fundament der existierenden Großtechnologien gelingen, vor allem also auf der know how-Grundlage einer sich fortentwickelnden Reaktorindustrie. Wenn sich außer der deutschen noch mehr realitätsentrückte Regierungen der westlichen Welt für den sogenannten ‚Ausstieg’ entscheiden, kann das zur tödlichen Bedrohung der modernen Zivilisation werden. Aber genau das ist gewollt von den grünen Erben der roten Weltzerstörer, jedenfalls von den Strategen an den Schalthebeln der Macht, die wissen, daß es um ganz andere Dinge geht, als um Kröten, Lurche und Singdrosseln. Die enge Verwandtschaft zwischen Grün und Rot zeigt sich auch jenseits aller Theorie an ganz realen Fakten. So beispielsweise daran, daß die Parteiriegen der Grünen, die jeden sterbenden Baum in der Bundesrepublik beweinen, niemals ein Wort über die unermeßlichen Umweltzerstörungen verloren haben, die der Sozialismus im Osten unseres Landes und überhaupt im gesamten vormaligen Ostblock angerichtet hat. Auch ist von den Castor-Hysterikern kein Sterbenswörtchen zu hören über die wirklich akute Gefahr durch kontaminierten Metallschrott aus der vormaligen UdSSR, der in ganz Westeuropa unerkannt unterwegs ist. Dabei geht bei der Internationalen Atomenergiebehörde mit Sitz in Österreich fast jede Woche ein Bericht über die Entdeckung entsprechenden Materials ein. Nach Einschätzung der Behörde gibt es allein in der Ukraine bis zu einhunderttausend Mülldeponien mit radioaktiven Metallresten, die von den modernen Managern der alten Seilschaften überall in Westeuropa verhökert werden. Aber Schlechtes über die sozialistischen Brüder kommt natürlich keinem grün-roten Bruder über die Lippen.

 

 

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