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Die erste Lektion: Innovation bedeutet den Bruch mit Konventionen


Als ich von Ihren Erfahrungen hörte und mich daraufhin meiner eigenen Schlüsselerlebnisse erinnerte, stieß ich auf drei wichtige Lektionen, die mich mein Lehrer gelehrt hat.

Erstens heißt Innovation, mit konventionellen Gewohnheiten zu brechen, seine bestehende Arbeit von Grund auf zu überholen. Vorverpackte Süßwaren in unserer Filiale in Senbayashi, Fleisch zu niedrigen Preisen in Sannomiya, schließlich bereits verpacktes Fleisch zur Selbstbedienung – jede dieser Innovationen war zu ihrer Zeit ein Schlag ins Gesicht der konventionellen Praktiken. Am Ende jedoch ist die überwältigende Unterstützung, die wir von den Verbrauchern erfuhren, die Basis für das, was Daiei heute ausmacht.

Meine Erfahrungen zeigen, daß Innovation nicht möglich ist, wenn man in dem engen Horizont konventioneller Weisheit gefangen bleibt, und außerdem, daß Innovation kein erhabenes Ideal ist, sondern etwas, das sogar durch die winzigste Veränderung in die Praxis umgesetzt werden kann.

Während meiner Besuche in den Daiei-Filialen habe ich häufig Grund zu der Annahme, daß heute immer weniger Angestellte von der Idee, Innovationen zu schaffen, erfüllt sind. Daiei ist nicht das einzige Unternehmen, das diese Atmosphäre der Innovation verliert. Wie Sie so richtig feststellten, ist das Problem in allen großen japanischen Unternehmen wohlbekannt. Viele Anleitungen zum Unternehmensmanagement sind veröffentlicht worden, um dieses Problem anzugehen, aber ich glaube, daß es am wichtigsten wäre, es den Menschen zu ermöglichen, Innovation wieder selbst zu erleben.

Die zweite Lektion: die Notwendigkeit, sich die Perspektive der breiten Öffentlichkeit zu eigen zu machen

Die zweite Lektion, die ich gelernt habe, ist die Notwendigkeit, danach zu streben, die Perspektive des Konsumenten, der Öffentlichkeit einzunehmen.

Süßwaren in Tüten zu verpacken war eine Notlösung, wie geschaffen für den japanischen Lebensstil der damaligen Zeit.

Wenn wir uns darauf beschränkt hätten, Drogerieartikel anzubieten, wenn wir nicht unsere Nichtkunden berücksichtigt hätten, von denen Sie sprechen, hätten wir weiterhin nur kranke Menschen bedient (und damit ein extrem kleines Marktsegment), dann hätten wir den Kampf gegen unsere Konkurrenten gleich aufgeben können, dann hätten wir die Stärke der Gemeinschaft verloren und vielleicht sogar Konkurs anmelden müssen. Daiei entging diesem Schicksal, indem wir auf unsere Kunden hörten, unsere Bemühungen auf Süßwaren konzentrierten (und damit auf einen zentralen Bestandteil des alltäglichen Lebens der meisten Menschen) und diese in preiswerter, weil bereits verpackter Form anboten. Ebenso war es die überwältigende Unterstützung unserer Kunden, die uns ermöglichte, in der Zeit nach der Einstellung der Lieferungen das Angebot von Fleisch zu 39 Yen pro 100 Gramm wieder aufzunehmen. Es war ihre Unterstützung, die mich zu den Großhändlern führte, um schließlich einen zu finden, der bereit war, mit mir Geschäfte zu machen, und die Verhandlungen bei Temperaturen unter null Grad in einem Kühlhaus durchzustehen.

 

 

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