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Die einzige Waffe gegen die Lüge: Wissen!


Kinderverlust gebührenfrei

Wo immer man sich umhört bei Müttern oder Vätern, stößt man auf eine mehr oder weniger große Unzufriedenheit hinsichtlich der schulischen Bildung und Erziehung der Kinder, besonders was die Einstellung zu traditionellen Werten und zu gesellschaftspolitischen Fragen angeht. Man fragt sich, wieso es die Eltern seit Jahrzehnten widerstandslos zulassen, daß ihren Kindern in den Schulen „Werte“ vermittelt werden, die ihren (der Eltern) eigenen diametral entgegenstehen und ihre Autorität untergraben. Die kurze Antwort darauf lautet: Weil die öffentlichen Schulen kein Schulgeld verlangen, weil also die Schulbildung der Kinder (scheinbar) nichts kostet. Das verschiebt die „Schmerzgrenze“ offenbar weit nach oben. Doch wird auch auf diesem Feld der sogenannten öffentlichen Leistungen der Tag kommen, an dem die Eltern feststellen werden, daß der Verlust ihrer Kinder das (für die meisten nur scheinbar) ersparte Schulgeld nicht wert war.

In Wahrheit werden durch die „Kostenlosigkeit“ des staatlichen Bildungswesens dessen tatsächliche Kosten ins Maßlose hochgetrieben, während die Qualität der Bildung zugleich immer weiter zerfällt. Der Egalitarismus fordert auch hier Millionen Opfer. Daß bspw. der politische Druck in Richtung Gesamtschule dem Zweck dient, das Anspruchsniveau des Unterrichts zu senken, ist inzwischen jedermann bekannt. Es hat zwar noch keinen Dummen klüger gemacht, daß man die Gescheiten über ein egalitaristisches Schulsystem dümmer gehalten hat, aber den permanent geschürten Neidkomplexen ist damit Genüge getan. Besonders seit die 68er-Generation in den öffentlichen Schulen in Lehramtswürden steht, wurde die Jugend des „Landes der Dichter und Denker“ von der geistesgeschichtlichen Tradition eben dieser Dichter und Denker radikal abgeschnitten. Die diesbezügliche Bildung versteht sich nunmehr – konsequent nach marxistisch-kollektivistischem Strickmuster – vorwiegend als „Gesellschaftskritik“ und als „Emanzipationsübung“ mit marxistisch-feministisch geprägtem Soziologenvokabular.

Was vormals der Marxismus-Leninismus, der Stalinismus, der Hitlerismus, der Ulbricht-Honneckerismus, der Maoismus, Pol-Potismus, Hodschaismus, Cschaucheskuismus etc. besorgt hat, nämlich die Vernichtung des in Jahrtausenden gewachsenen Wertegefüges der menschlichen Zivilisation, das vollbringen hierzulande und heute die linksbeflissenen Lehrer an den Schulen und Hochschulen auf die sanftere Tour durch das „Hinterfragen“ und „Entlarven“ der sogenannten „bürgerlich-kapitalistischen“ und „paternalistisch-autoritären“ Strukturen der westlichen Gesellschaften. Doch so wie die Überlebenden der Zerstörungswerke in den vormals sozialistischen und kommunistischen Ländern derzeit lernen müssen, wie schwer das Wiedererlernen der alten ausgemerzten Regeln der Freiheit ist, wie schnell man also das moralische Gefüge einer Gesellschaft zerschlagen kann und wie mühsam und schmerzlich sich der Wiederaufbau desselben gestaltet, so werden auch die Opfer der kognitiven Moralwüste des Westens (die heutigen Schüler und Studenten) noch erfahren, was es bedeutet, neu aus einer moralischen Steinzeit aufbrechen zu müssen. Sie werden eines Tages erkennen müssen, daß ihnen durch das moralische Ozonloch, in das sie geführt wurden, weit größere Gefahren erwachsen sind als durch das stratosphärische, mit dem man sie im Zustand der dauerpubertären ÖkoHysterie gehalten hat. Natürlich gibt es auch Eltern und Erzieher, die den programmierten Wertezerfall in den Lehrbüchern nicht wahrnehmen oder eine solche Diagnose als übertrieben betrachten. Die Barbarei war schon immer dann perfekt, wenn sie nicht mehr als solche erkannt wurde. Was sich dann ‚Kultur’ nennt, hat nur noch die Mechanismen und die verschiedenen Arten der Auflösung von Kultur zum Inhalt.

 

 

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