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Die dritte Lektion: Unternehmensphilosophie und kontinuierliches Lernen


Schließlich habe ich begriffen, wie wichtig es ist, kontinuierliches Lernen in den Arbeitsprozeß zu integrieren, ein Thema, das Sie ebenfalls schon ansprachen. Wenn ich zurückblicke, glaube ich, daß meine Erfahrungen einen Teil dessen darstellen, was von einer Führungskraft erwartet wird.

In unserer Filiale in Sannomiya wollte ich unsere Unternehmensphilosophie, die besagte, qualitativ hochwertigere Waren zu niedrigeren Preisen anzubieten, auf die Fleischverkäufe anwenden und verlangte von unseren jüngeren Mitarbeitern, die Fleischabteilung entsprechend anders zu bewerten. Als Ergebnis ihrer eigenen Bemühungen, zu beobachten und zu lernen, und aufgrund ihrer Entschlossenheit, kreative neue Ideen umzusetzen, gelang es uns, die Fleischtheke zu verändern und schließlich die Selbstbedienung einzuführen.

Diese Erfahrungen demonstrieren, daß wir, um Organisationen und ihre Mitarbeiter zu beleben, die Unternehmensphilosophie aus den Anfangstagen eines Unternehmens wieder ans Licht holen und anschließend die Mitarbeiter ermutigen müssen, sich kundig zu machen und ihre eigenen kreativen Ideen und Vorschläge in Übereinstimmung mit der Unternehmensphilosophie in ihre tägliche Arbeit einzubringen. Natürlich liegt es dann in der Verantwortung der Führungskräfte, eine Umgebung zu schaffen, die »normale« Menschen zu kontinuierlicher Weiterbildung und zur Umsetzung kreativer Ideen und Vorschläge ermutigt.

Meine Erfahrungen sind sicherlich nicht so aussagekräftig wie die Ihren. Trotzdem glaube ich, daß der Weg, den ich eingeschlagen habe, den Schweiß und die Tränen meiner Angestellten zu teilen, mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Und mehr als alles andere hat mir die Unterstützung der breiten Masse die Kraft gegeben, weiterzumachen und Daiei zu einem großen Konzern auszubauen. Die »Masse« wird es auch in Zukunft geben, und Daiei wird weiterhin versuchen, ihre Erwartungen zu erfüllen. Unsere Mission ist es, kontinuierlich danach zu streben, besser zu sein. Und um dies realisieren zu können, verspreche ich, meine Bemühungen, kontinuierlich zu lernen und zu wachsen, zu verdoppeln, so daß mein bestes Geschäft das nächste sein wird.





Für eine neue Wirtschaft. Die Verantwortung des Unternehmens



Man hört häufig, daß es mit der Entwicklung der Informationstechnologien in jüngster Zeit üblich geworden sei, daß Mitarbeiter; die zu Hause arbeiten, per e-mail in direktem Kontakt mit den Führungskräften des Topmanagements stehen. Darüber hinaus sagt man, daß die Strukturen derartiger Zusammenarbeit eher horizontal und netzwerkartig sind und nicht mehr über die traditonellen, vertikalen Hierarchien verfügen. Und drittens ist das Outsourcing mittlerweile auch in Japan zu einem üblichen Bestandteil des Wirtschaftslebens geworden.

Weil also Organisationen zunehmend netzwerkartige Strukturen aufweisen und die Methode des Outsourcing mehr und mehr angewandt wird, genau wie es die japanischen Massenmedien und zahlreiche Meinungsmacher erklären, wird der Bedarf an Führungskräften, wie sie im mittleren Management in Organisationen mit vertikalen, hierarchischen Strukturen zu finden waren, abnehmen. Aber diese Männer und Frauen sind auch Menschen. Wir können uns nicht darauf beschränken, ihnen zu kündigen, nur weil wir sie nicht länger brauchen. Es ist vielmehr eine große Aufgabe für Führungskräfte, diesen Menschen neue Möglichkeiten zu schaffen.

Natürlich stellt eine derartige Situation offensichtlich ein großes Dilemma für das Unternehmen dar Ist es mit der zunehmenden Lateralisierung von Organisationen und der vermehrten Anwendung des Outsourcing noch möglich, dem mittleren Management reizvolle Perspektiven zu bieten, statt sie nur auf die Straße zu setzen? Sie schrieben einmal: »Den Gewinn zu machen, den es bedarf, um die Kosten zu decken, damit heute und morgen Arbeitsplätze gesichert sind, ist eine sozioökonomische Verantwortung des Unternehmens.« Wie also sollte das entsprechende Unternehmen beschaffen sein, damit dieser Verantwortung Rechnung getragen werden kann?

Bitte geben Sie mir ausführliche Beispiele, wie Sie sich eine Organisation vorstellen, in der Manager arbeiten, die organisatorische Aspekte umsetzen, die profitabel und kostendeckend sind, und die zugleich die Investitionen von morgen nicht aus den Augen verlieren.

 

 

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