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Die Situation an nordamerikanischen Hochschulen – Elemente der Entrepreneurship Education


Das Vorbild für das in dieser Arbeit entwickelte Entrepreneurship Education-Programm liegt in den USA, wo unternehmerisches Handeln als zukünftige Schlüsselqualifikation erkannt worden und die Etablierung als eigenständige Disziplin innerhalb der Wirtschaftswissenschaft in den letzten Jahren einen großen Schritt voran gekommen ist (vgl. Lück/Böhmer 1994 und Frank/Plaschka 1995). So kann zu Beginn der neunziger Jahre davon ausgegangen werden, daß 300-400 Hochschulen in den USA Entrepreneurship-Kurse anbieten (Vesper 1993, S. 9). Dabei ist es gelungen, Entrepreneurship als wachstumsorientierte, innovative Gründung zu definieren und von der eher negativen Konnotation der Selbstausbeutung, des „kleinen Krauters von nebenan“ bzw. des „ewigen Familienbetriebs“ abzugrenzen.

Diese schnelle Entwicklung des Entrepreneurships als Teildisziplin der Wirtschaftsfakultäten macht sich sowohl in der Quantität als auch im Inhalt der angebotenen Veranstaltungen bemerkbar. Zwar verweisen Weihe et al. (1991, S. 291) darauf, daß häufig noch eine theoretische Grundlage für das Angebot fehlt und die Konzepte für die Kurse auf einer »trial and error“- bzw. „as needed“-Basis entstehen, weswegen eine systematische Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung besonders wichtig ist, um ein möglichst effizientes Kursdesign zu erhalten, jedoch kann durch die hohe Zahl der Forschungsprojekte mit einer zunehmenden Anerkennung des Entrepreneurshipsals wissenschaftliche Disziplin gerechnet werden.

Vorreiter bei der Weiterentwicklung und somit bei der vollständigen Integration eines umfangreichen Lehrangebots in das (wirtschaftswissenschliche) Studium ist das Babson College in Boston/Massachusetts. Es hat das Ausbildungskonzept des Masters of Business Administration an der angegliederten F.W. Olin Business School vollständig auf die Vermittlung des relevanten Knowhows der Schlüsselqualifikation Entrepreneurship ausgerichtet. Die Qualität des neuen Programms wird durch die Stellung als „No. 1 Speciality Business School“ in den USA dokumentiert (US News 1994-1998).

Die prozeßorientierte Vermittlung des Entrepreneurship Curriculums des Babson College soll die Absolventen gezielt in die Lage versetzen, Chancen zu nutzen und die Probleme von emerging businesses zu lösen. Neben dem großen Umfang des Kursangebots am Babson College wird durch regelmäßige Projektveranstaltungen mit dem wirtschaftlichen Umfeld (z.B. Business Plan-Wettbewerbe sowie Gründung, Betrieb und Abwicklung eines Unternehmens) sowie pädagogische Innovationen (Studenten definieren in einem Gespräch mit den Professoren das Semesterziel selbst und wählen dann die Kurse, in denen das zur Zielerreichung benötigte Wissen vermittelt wird) eine hohe Integration erreicht.

 

 

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