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Die Situation an deutschen Hochschulen – Elemente der Entrepreneurship Education


Aufbauend auf dem Zahlenmaterial der Deutschen Ausgleichsbank wurde das Gründungsverhalten von Akademikern in den alten Bundesländern von Kichert/Schiller (1994) untersucht. Die Autoren der DtA-Studie kommen zu dem Schluß, daß es angesichts des hohen Stellenwertes von Unternehmensgründungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland unbefriedigend wenig Gründungen unter den Fachhochschul- bzw. Universitätsabsolventen gibt (Richert/Schiller 1994, S. 20). Simon/Fassnacht (1994) stellen darüber hinaus fest, daß die Gründungsbereitschaft von Studenten im Laufe des Studiums sogar nachläßt: Können sich zu Beginn des Studium noch 45 % eine Selbständigkeit vorstellen, so sind es gegen Ende des Hauptstudiums nur noch 36 % (Simon/Fassnacht 1994, S. 1). Der Grund hierfür kann in der generellen Praxisferne der Universitäten, aber auch in der Vernachlässigung der Gründungsthematik an den meisten Hochschulen gesehen werden.

In Deutschland werden nur vereinzelt Lehrveranstaltungen angeboten, die sich mit der Unternehmensgründung und noch seltener explizit mit Entrepreneurship befassen. Insgesamt verfügen lediglich 16 % der wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereiche an deutschen Hochschulen über ein Lehrangebot im Bereich Unternehmensgründung (Weihe et al. 1991, S. 59), wobei es sich noch nicht um vollständige Lehrveranstaltungen handeln mußte, sondern auch Veranstaltungen in Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren bzw. den Kammern und Verbänden mit einbezogen wurden. Die Etablierung eigenständiger Institute wie z.B. an der European Business School, Oestrich-Winkel (1998) bzw. die Entwicklung eigenständiger Lehrangebote wie beispielsweise das Fach „Gründungsmanagement als spezielle Betriebswirtschaftslehre“ an der Universität Dortmund oder das „Entrepreneurship-Training“ an der FH Lüneburg oder der FHTW Berlin stellen noch immer Ausnahmen dar. Eine Trendwende könnte durch die Initiative der Deutschen Ausgleichbank, die Stiftungslehrstühle einrichten wird, eingeleitet werden.

In der Regel handelt es sich um Veranstaltungen, die „Unternehmens-“ oder „Existenzgründern“ betriebswirtschaftliches Know-how bieten, die aber den Kern des Entrepreneurships, das Entdecken und strategische Entwickeln von Wertschöpfungspotentialen nicht ausreichend betonen. Das stärkste Manko ist die fehlende Einbindung in die Lehrpläne, so daß es den einzelnen Professoren überlassen ist, diese Veranstaltungen anzubieten oder nicht.

 

 

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