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Die Säulen des Erfolgs im Turnaround


Peter Faulhaber und Norbert Landwehr machen drei Säulen aus, auf denen der Erfolg eines Turnarounds beruht:

1. Säule eins: ein realistisches Turnaround-Konzept, das die Liquidität sichert. Grundvoraussetzung ist ein realistisches und realisierbares Konzept zur Restrukturierung des Unternehmens. Die Qualität dieses Konzepts misst sich daran, wie es die Stärken und Schwächen des Unternehmens in den Richtungswechsel einbezieht und auf welche Weise und wie schnell die vorgeschlagenen Maßnahmen realisiert werden. Diese Realisierungsfähigkeit der erarbeiteten Maßnahmen wiederum hängt von deren konsequenter Durchführung und ihrer Finanzierbarkeit ab. Säule zwei: ein erfahrenes Turnaround-Management, das den Turnaround herbeiführt. Die zweite Säule des erfolgreichen Turnarounds ist die Fähigkeit der Geschäftsleitung und der verantwortlichen Fachleute, ein aktives Turnaround-Management in der notwendigen kurzen Zeit und mit der erforderlichen Schlagkraft zu betreiben.

Säule drei: ein durchsetzungsfähiges Realisierungsmanagement, welches das neue Konzept realisiert. Immer wieder begegnet man der Vorstellung, dass die existenzgefährdende Situation des Unternehmens auch ohne grundlegende Veränderungen in den vorhandenen Strukturen und Prozessen zu bewältigen sei. Diese Ansicht ist jedoch falsch und gefährlich. Es sind ja gerade diese Strukturen und Prozesse, die das Unternehmen in die aktuelle Krise gebracht haben: die falsche strategische Richtung, konkrete Fehlleistungen, fehlerhafte Gewichtung der Unternehmensbereiche oder fruchtlose Klagen über die Schwierigkeiten des Marktes oder den unfairen Wettbewerb aus dem Ausland. Deshalb ist die dritte Säule eines erfolgreichen Turnarounds ein Management, das die Realisierung der Restrukturierungsmaßnahmen konsequent durchsetzt. Es muss dafür sorgen, dass die Unternehmensleitung vom gewöhnlichen Vorgehen Abschied nimmt, aus den eigenen Fehlern lernt und diese Lernbereitschaft an die Mitarbeiter weitergibt.

 

 

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