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Die Kompetenz - Das unternehmerische Potential verstehen und fördern


Ohne entsprechende Kompetenz dürfte selbst bei günstigstem Umfeld und höchster Motivation der Unternehmenserfolg ausbleiben. Der erfolgreiche amerikanische Industrielle Henry Ford soll einmal gesagt haben: „Wer hofft, durch Geld seine Unabhängigkeit zu erlangen, wird sein Ziel nie erreichen. Das einzige, worauf man sich in dieser Welt wirklich verlassen kann, sind eigenes Wissen, Erfahrung und Können“. Letztendlich ist es der kompetente Mensch, der den Prozeß steuert und das Resultat hervorbringt. Wenn wir nach den legendären „traits“ Ausschau halten, die McClelland oder McBer Consultants Anfang der achtziger Jahre für USAID beschrieben haben, kann es geschehen, daß wir potentiell erfolgreiche Unternehmer einfach deshalb übersehen, weil sie nicht in unser herkömmliches Schema eines erfolgreichen Unternehmers passen. Es mag ein verblüffender Charakterzug sein, der unseren Blick trübt, oder das verborgene, über Erfolg oder Mißerfolg entscheidende Potential des Betreffenden, das uns entgeht. Wenngleich unstrittig ist, daß einige Menschen eine angeborene besondere Begabung besitzen, ist Kompetenz doch nur im Zusammenhang mit Erfahrung zu erlangen. Zum Thema unternehmerische Kompetenz fanden wir im INC Magazine folgende Betrachtung:

„Entrepreneurs play a mythical role in American society. They're our risk taking adventurers. Heroes of the new economy. ... Or so we figured. By way of an eight-page survey and dozens of follow up phone calls, we asked INC.500 Chief Executive Officers to recall for us how they came to create a company. We probed their background. We asked them where they got the idea for their business, how they implemented it, and of course how they financed the whole thing... Given the mythology of Entrepreneurship we expected tales of inspiration and imagination, of boldly going where no man (or woman) had gone before. Instead of iconoclastic individuals, the cowboy capitalists of America's dreams, we found people enmeshed and embedded in industries, with rich networks of contacts and colleagues they could draw on to help them build a business. For most, the secret of successful Entrepreneurship seemed to lie not just in individual inspiration but in knitting a dozen different interests into one co-operative endeavour. Creating a company was a matter of knowing customers, suppliers, partners, and sources of capital. It was a matter of knowing the marketplace well enough to notice tiny fault lines of change – fault lines that would one day become sizeable niches in the business landscape.... The inescapable conclusion: entrepreneurs are made not born“.“

Kompetenz ist eine Funktion des Wissens und der Erfahrung, die in den unterschiedlichsten Situationen erworben werden, z.B. durch förmliche oder informelle Ausbildung, Lebenserfahrungen oder kapitale Fehler. Doch in erster Linie entwickelt man unternehmerische Kompetenz, indem man sein eigenes Unternehmen führt. Keine noch so gute Simulation im Klassenzimmer kann die Teilnehmer vollständig auf alle Härten und persönlichen Ängste vorbereiten, die sich zwangsläufig aus einer unternehmerischen Betätigung ergeben. Keine noch so erstrebenswerte Anerkennung oder Rückkoppelung im Unterricht kann auch nur annähernd so viel Befriedigung bieten wie ein Triumph nach hartem Ringen. Dafür gelingt es einem Lehrgang allerdings, ein förderliches Umfeld zu schaffen, in dem die Teilnehmer Gelegenheit zum Nachdenken darüber erhalten, ob für sie die Gründung eines eigenen Unternehmens beruflich überhaupt erstrebenswert ist und – wenn ja – welche Kompetenzen sie auf dem Weg zum Erfolg voraussichtlich mitbringen müssen.

In erster Linie gilt es, die folgenden Kompetenzen zu entwickeln:

– das Bewußtsein der eigenen Stärken und Schwächen;

– die Fähigkeit, Muster zu suchen und dort aufzuspüren, wo andere sie nicht sehen;

– die Fähigkeit, die eigenen menschlichen und materiellen Ressourcen strategisch-kreativ den neuen Chancen anzupassen;

- die Fähigkeit, Menschen und finanzielle Mittel zur Erreichung eines Zieles zu mobilisieren sowie

- die Kompetenz bei der Netzwerkarbeit, der Informationsbeschaffung und der Geschäftsplanung.

All diese Kompetenzen sind erlernbar. In der Regel werden sie durch praktische Erfahrungen im Unternehmen erworben, bis zu einem gewissen Grade sind sie aber auch durch Training einübbar.

 

 

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