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Die Arbeit im eigenen Heim und das Satelliten-Büro


Es war die größte Errungenschaft des 19. Jahrhunderts, daß die Menschen »mobil« wurden. Man ist seitdem in der Lage, sich per Dampfschiff, auf der Schiene, mit Straßenbahnen fortzubewegen; das Fahrrad wurde erfunden, das Auto und schließlich das Flugzeug.

Im 20. Jahrhundert wurde es dann möglich, Ideen und Informationen zu befördern, denn Menschen benötigen viel Raum, und ihr Transport ist teuer. Inzwischen ist die Situation der Personenbeförderung in den meisten großen Städten nicht mehr vertretbar — ein Besuch in Shinjuku um 8.00 Uhr morgens wird Sie überzeugen. Es gibt in der Tat nur noch eine Großstadt in der heutigen Welt, in der der öffentliche Personennahverkehr noch funktioniert, das ist Chikago. Tokio und Osaka, New York, Los Angeles, London, Paris — allesamt ein Alptraum.

Doch das könnte bald ein Ende haben. Die Anwesenheit von 70 bis 80 Prozent der Menschen, die täglich in die Innenstädte der großen Metropolen fahren, ist dort nicht mehr unbedingt erforderlich. Für die Datenverarbeitung ist es zum Beispiel nicht notwendig, eine andere Person zu treffen. Wie groß der Anteil derer sein sollte, die in Zukunft zu Hause arbeiten werden, wird zur Zeit heftig diskutiert. Gegenwärtig arbeiten etwa 4 Prozent der Angestellten großer Unternehmen zu Hause, weitere 20 Prozent in kleinen Büroeinheiten außerhalb der großen Städte. Es gibt dort Telefone, Faxgeräte, audiovisuelle Direktverbindungen, in zunehmendem Maße sogar interaktive Bild- und Tonübertragung. Somit besteht für sie keine weitere Notwendigkeit, morgens zwei oder drei Stunden für den Weg in die Stadt zu veranschlagen, und ebenso wenig die Notwendigkeit der allabendlichen zwei- bis dreistündigen Fahrt zurück nach Hause.

In der westlichen Welt ist es absehbar, daß innerhalb der nächsten fünfundzwanzig Jahre die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten in Privatunternehmen, aber auch in Behörden, keine Berufspendler mehr sein werden. Ich bin mir nicht sicher, ob sich diese Entwicklung in Japan genauso schnell vollziehen wird. Einander zu sehen, im persönlichen Kontakt zueinander zu arbeiten, an angemessener Stelle mit ebensolcher Adresse zu arbeiten – das bedeutet in Japan weitaus mehr als im Westen. Doch ich bin der festen Überzeugung, daß wir uns gemeinsam in die gleiche Richtung bewegen werden.

 

 

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