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Der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft


Schmerzlich mag das sein, weil es Flexibilität und Abkehr von gewohnten Sicherheitsdenken erfordert. Aber von Katastrophen und Niedergang kann keine Rede sein. Das krasse Gegenteil ist zutreffend: Niemals zuvor in der Geschichte war die Kreativkraft der Menschheit so groß wie heute. Niemals zuvor wurden so viele neue Arbeitsplätze geschaffen wie in den letzten 25 Jahren. Und niemals haben so viele Menschen in eine] so kurzen Zeit ihren Lebensstandard so drastisch verbessere wie in den letzten zwei Jahrzehnten. Und trotzdem haben die Katastrophenpropheten Hochkonjunktur. Bücher wie „Das Ende der Arbeit“ (The End of Work) von Jeremy Rifkin, „Die Globalisierungsfalle von H. P. Martin und H. Schumann, oder wie „L’horreur economique“ von Viviane Forrester sind zt Bestsellern geworden, die eine magische Anziehungskraft au die Menschen ausüben.

Es ist ein seltener und dankenswerter Segen, daß der Wirtschaftshistoriker Mauricio Rojas kürzlich ein Buch mit dem Titel „Millennium Doom“ veröffentlich hat (Rojas 1999), mit welchem er das ganze Lügengeflecht auf wissenschaftlich seriöse Weise und mit einer Fülle von zuverlässigem Statistikmaterial restlos entlarvt, sowie den Beweis erbringt, daß die tatsächlichen Entwicklungen vollständig entgegengesetzt zu den besagten Horrorszenarien verlaufen. Mauricio Rojas, ein gebürtiger Chilene, ist Professor an der Lund Universität in Schweden, und seinem schlanken Büchlein von nur 70 Seiten (fast die Hälfte davon Tabellen und Graphiken) wäre zu wünschen, daß es zur Pflichtlektüre an allen Schulen und Universitäten der ganzen Welt avanciert. Der von tausend Desinformazia-Parolen frustrierten, verängstigten, verwirrten und irregeführten Jugend könnte man keinen größeren und wichtigeren Dienst erweisen.

Mauricio Rojas geht auch mit den bereits genannten Weltuntergangs-Bestsellern hart zu Gericht, besonders mit dem unsäglichen Forrester-Buch, das er eine der unsachlichsten und manipulationsträchtigsten Schriften nennt, die er jemals gelesen habe. Es nutzt, so Rojas sinngemäß, die von der europäischen Massenarbeitslosigkeit erzeugte Frustration der Menschen schamlos aus, um ein beispielloses Horrorbild des Untergangs zu zeichnen. Die Autorin des Forrester-Buches läßt die Projektion einer zukünftigen Gesellschaft entstehen, in welcher die überflüssigen Menschenmassen sogar physisch vernichtet werden könnten. Aber auch die anderen Autoren zeichnen den Weg unseres „Lumpenplaneten“ in eine finstere Zukunft mit riesigen Slumstädten, in denen Milliarden von Menschen im Elend dahinvegetieren.

 

 

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