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Das neugierige Unternehmen bei Chaosmanagement


Grundvoraussetzung für ein neugieriges Unternehmen sind neugierige Mitarbeiter. Diese zeichnen sich durch gebrochene Entwicklungsbiografien aus, haben ihre Beschäftigung gewechselt oder unterbrochen. Sie fordern auch Freiraum für ihre Erholung. Ebenso wichtig sind Nonkonformisten, wie die erfolgreichen Karrieren mancher kauziger Manager und Militärs verdeutlichen. Neben ihrer Originalität zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie es gewohnt sind, in schwierigen Situationen zu bestehen. Und eine weitere Personengruppe ist für ein neugieriges Unternehmen wichtig; junge Leute, die, noch nicht geprägt von einer verfestigten, richtigen Denkweise, sich unbekümmerter den Problemen zuwenden. Ganz wichtig dabei ist, dass diese Mitarbeiter nicht durch die Bedenkenträger gelähmt werden.

Damit die Kreativität nicht erlischt, sind Kontakte mit Gruppen und Experten außerhalb des eigenen Arbeitsbereichs überlebenswichtig. Beispiele hierzu sind Studienurlaub, Interaktionsgruppen oder Treffen mit branchenfremden Persönlichkeiten. Wiederholte und monoton vorgetragene Appelle für mehr Kreativität nützen nichts. Effektiver sind hier schon Brainstorming-Seminare, Abwechslungen im Alltag (auch alberne) und Raum für Äußerungen über Seltsames, Originelles, Banales oder Ärgerliches. Entscheidend ist dabei, dass die -Sprache mit ihrer trainierten Korrektheit nicht jeglichen kreativen Impuls unterdrückt. Letztlich geht es darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, welche die Neugier nicht durch Monotonie und Regeln, geschriebene wie ungeschriebene, erstickt.

Neben dem Umgang der Mitarbeiter untereinander ist aber auch die räumliche Umgebung entscheidend für die Atmosphäre in einem Unternehmen. Städte mit aufgeräumter, menschenleerer, rechteckiger Architektur, die sich im kleineren Maße in Hochglanzbüros fortsetzen, können weder neugierig machen noch zu schöpferischen Leistungen anspornen. Es fehlen die unterschiedliche Nutzung, Veränderung, Vitalität und Geschichte, die notwendigen Ausgangspunkte für Kreativität. Dazu Peters: »Die typische Firmenlandschaft mit städtischem Stein oder ländlichem Rasen führt nicht zu Austausch und Offenheit, sondern zu Verschlossenheit und Versteckspielen« . Unter dem Stichwort »weniger Material – mehr Intellekt« geht es nicht nur um die Fortentwicklung oder Ausschmückung bestehender Angebote, sondern um besondere Leistungen. Dies erfordert nicht nur querdenkende und unbekümmerte Mitarbeiter, sondern auch ein Arbeitsumfeld, das dieser Denkweise keine Fesseln anlegt. Die heute vorherrschende Büroarchitektur und Innenausstattung machen die Defizite besonders deutlich.

 

 

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