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Das Middle-up-down-Management der Wissensschaffung


Das theoretische Modell und dessen praktische Umsetzung für die Wissensschaffung im Unternehmen ist unvollständig ohne die intensive Betrachtung der dazugehörigen Managementprozesse. Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi schlagen ein neues Managementmodell vor: das Middle-up-down-Management. Dabei wird den Mittelmanagern eine zentrale Rolle in der Wissenssteuerung zugewiesen. Das klassische hierarchische Modell beeinflusst nach Ansicht von Ikujiro Nonaka und Hirotaka Takeuchi den Wissensfluss eher negativ. Es unterstellt, dass nur Führungskräfte Wissen schaffen können und dürfen. Die partizipative Unternehmensführung als alternatives Führungsmodell beschreibt die Wissensschaffung überwiegend an der Basis. Das hierarchische Modell eignet sich für die Bewältigung von explizitem Wissen, das partizipative Modell wirkt sich günstig auf den Umgang mit implizitem Wissen aus. In beiden Fällen ergeben sich große Differenzen zwischen Führungsebene und den Mitarbeitern an der Basis. Mittelmanager fungieren als Brücke zwischen den visionären Idealen der Spitze und der oft chaotischen Arbeitsrealität. In dieser neuen Funktion als »Wissensingenieur« formuliert die Geschäftsführung eine Vision, die das mittlere Management in konkretere Konzepte umwandelt, die von den Mitarbeitern verstanden und umgesetzt werden können. Von diesen Grundannahmen ausgehend lässt sich die Gemeinschaft der Wissensschaffung beschreiben. Schließlich setzt dies die Beteiligung von Mitarbeitern, Mittelmanagern und Führungskräften voraus. Der Wert eines Wissensbeitrags bemisst sich jedoch nicht an der Stelle des Einzelnen in der Unternehmenshierarchie, sondern an der Bedeutung seiner Information für das Wissenssystem des Betriebes. Daher lassen sich die Ebenen in Bezug auf die Wissensschaffung neu definieren: Wissenspraktiker sind die Mitarbeiter und Linienmanager. Sie sammeln, erzeugen und erneuern sowohl implizites als auch explizites Wissen und haben fast ständig Kontakt zur Außenwelt. Wissensingenieure verändern Realität im Sinne der Unternehmensvision und entsprechen den Managern der mittleren Ebene. Ihr entscheidender Beitrag besteht in der Umwandlung von impliziten Bildern in explizite Konzepte (Externalisierung). Wissensverwalter schließlich entsprechen der Unternehmensführung und geben den wissensschaffenden Aktivitäten des Unternehmens eine Richtung – bestimmen damit gleichzeitig das Wertesystem der Firma.

 

 

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