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Das Management des Shareholder-Value


Vier Grundprinzipien spielen für das wertorientierte Management eine entscheidende Rolle: Das Ziel heißt Leistung. Durch wertorientiertes Management können Unternehmen adäquate spezifische Leistungsziele definieren.Strategie und Struktur spielen eine wichtige Rolle. Durch wertorientiertes Management können Unternehmen zwischen verschiedenen Strategien entscheiden und die jeweils erforderlichen Ressourcen ermitteln.Die Grundbausteine sind Teams. Diese Teams benötigen klare Leistungsziele und Anschlussbeurteilungen. Wertorientiertes Management ermöglicht die dafür erforderlichen Festlegungen.Konzentration ist entscheidend. Diese setzt Ausgleich voraus. Durch die Hervorhebung wesentlicher Wertfaktoren bietet das wertorientierte Management dem Unternehmen die Möglichkeit zum Ausgleich zwischen konkurrierenden Zielen. Shareholder-Value-Management lässt sich als Verbindung zwischen den folgenden zwei Elementen charakterisieren: Das erste Element ist eine auf Wertsteigerung zielende Denkweise. Wertsteigerung muss eine Sache der Einstellung sein. Sie gewährleistet, dass die leitenden Manager zum einen die Maximierung des Unternehmenswertes stets als oberste Priorität betrachten und zum anderen auf der Basis klarer Grundsätze darüber befinden können, wann andere Interessen, beispielsweise die der Arbeitnehmer oder der Umwelt, das Ziel der Wertmaximierung überwiegen. Zudem liefert eine solche Denkweise ein fundiertes Verständnis der Leistungsparameter, die für den Wert des Unternehmens ausschlaggebend sind. Beispielsweise müssen die Manager wissen, ob zum Beispiel eine Verbesserung der Gewinnspannen oder eine Steigerung des Unternehmenswachstums mehr Wert erzeugt, und sie haben dafür zu sorgen, dass Ressourcen und Strategie an den Leistungsvariablen ausgerichtet sind. Analysemethoden wie der DCF- Ansatz gestatten es dem Unternehmen, wertsteigernde Entscheidungen zu treffen.

Managementprozesse und -systeme sind das zweite Element eines wertorientierten Managements. Sie motivieren Manager und Mitarbeiter zu einem Verhalten, das den Unternehmenswert maximiert. Die Einführung des wertorientierten Managements lässt sich über vier Managementprozesse steuern:

Die Strategieentwicklung. Auf der Unternehmens- oder Konzernebene dreht sich die Strategie um die Entscheidung über die Geschäfte, in denen man aktiv sein will, um die Ausnutzung potenzieller Synergien zwischen den Geschäftsbereichen und um die Zuteilung von Ressourcen. Auf der Ebene der Geschäftsbereiche sind alternative Strategien zu ermitteln und zu bewerten, ehe man sich für die Strategie mit dem größten Wertpotenzial entscheiden kann. Das heißt, die Geschäftsbereiche können mit Hilfe der Wertsteigerungsanalyse verschiedene Strategien überprüfen und dann die beste aussuchen.

Die Zielfestlegung. Hier wird die wertmaximierende Strategie in lang- und kurzfristige Ziele umgesetzt. Durch die Ziele bringt das Management zum Ausdruck, wohin es das Unternehmen steuern will. Dabei dürfen die Ziele nicht zu niedrig angesetzt werden, weil sie sonst zwar erfüllt werden, die Leistungen sich aber auf einem mittelmäßigen Niveau bewegen. Andererseits dürfen sie nicht zu hoch gesteckt werden, denn dann sind sie unerreichbar und es geht keine motivierende Kraft von ihnen aus. Zudem sollten sie auf den wertbestimmenden Faktoren des Geschäftsbereichs beruhen, finanzielle wie nichtfinanzielle Ziele umfassen und auf die jeweilige Ebene des Unternehmens zugeschnitten sein. Auch müssen kurzfristige mit langfristigen Zielen verknüpft sein.

Aktionspläne und Budgets. Sie übersetzen die Strategie des Geschäftsbereiches in spezifische Maßnahmen, mit denen dieser seine Ziele erreichen will, vor allem wenn es um relativ kurze Zeiträume geht. Dabei genügt es nicht, die kurzfristigen Budgets ausschließlich in finanziellen Größen zu formulieren. Zusätzlich sind konkrete Maßnahmen festzulegen, damit die gesteckten Ziele verfolgt werden können.

Leistungsbeurteilungs- und Anreizsysteme. Systeme zur Leistungsbeurteilung erfassen die Fortschritte auf dem Weg zu vorgegebenen Zielen. Die Leistungsbeurteilung muss auf den Geschäftsbereich und mit den kurz- und langfristigen Zielen des Geschäftsbereichs abgestimmt werden. Finanzielle und operative Kriterien sind auf der Basis der Wertfaktoren zu kombinieren und es müssen Leistungsmaßstäbe eingeführt werden, die als Frühwarnsystem fungieren. Erst wenn die Kriterien der Leistungsbeurteilung in die Unternehmenskultur Eingang gefunden haben und die Manager mit ihrer Anwendung vertraut sind sind die Anreizsysteme in Angriff zu nehmen. Das heißt, da; Vergütungssystem sollte erst dann umgestellt werden, wenn da; wertorientierte Managementsystem implementiert ist.

 

 

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