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Basisveranstaltungen – Elemente der Entrepreneurship Education


Basisveranstaltungen sind insbesondere für Studierende ohne betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse von großer Bedeutung. Ihre Aufgabe ist es, Entrepreneurship transparent und nachvollziehbar darzustellen und ein Grundverständnis für ökonomische Zusammenhänge zu vermitteln, was z.B. durch Gespräche mit erfolgreichen Gründern und die Bearbeitung von Fallstudien oder durch das Lesen und Diskutieren von Wirtschaftszeitungen oder Grundlagenartikeln erreicht werden kann. Dabei kann auch der philosophische Hintergrund der Marktwirtschaft als Gesellschaftsmodell erläutert werden und ein Bezug zur aktuellen Lebenssituation der Studenten hergestellt werden, um den Studenten die Chancen und Risiken des Entrepreneurships aufzuzeigen und sie anzuregen, sich mit der Perspektive unternehmerischer Selbständigkeit zu befassen und diese als eine für sie selbst realistische Berufsperspektive anzusehen.

Um unternehmerisches Denken zu fördern, müssen die Lernenden angeregt werden, sich in die Lage des Entrepreneurs zu versetzen und so die Entscheidungen im unternehmerischen Prozeß als verständlich und nachvollziehbar zu empfinden. Es ist nicht das Ziel, eine gesamtwirtschaftlich optimale Ressourcenallokation zu ermitteln, weshalb mathematische Optimierungsmodelle in der Entrepreneurship Education kaum eine Rolle spielen. Es sollen Wege aufgezeigt werden, den individuellen Wohlstand im Einklang mit gesellschaftlichen Normen und marktwirtschaftlichen Prozessen zu vergrößern. Ebenfalls ist es nicht das Ziel, den perfekten Entrepreneur zu beschreiben und Vorbilder zu sehr zu glorifizieren. Beides wirkt auf den Lernenden abschreckend und kann sogar von der motivierenden Tatsache ablenken, daß es sich beim Entrepreneurship im Kern um einen Prozeß handelt, in dem lediglich Informationen verarbeitet und Ressourcen kombiniert werden und der vor allem eine hohe Leistungsbereitschaft des Han-

delnden erfordert. Informationsbeschaffung und das Aneignen von Fertigkeiten sind Elemente, die besonders durch Übung erreicht werden und die die Bereitschaft, sich der Aufgabe mit höchstem Engagement zu verschreiben (Hingabe)5, bedingen.

Durch die zunehmende Internationalisierung des Welthandels ist es außerdem notwendig, sich bei der Entwicklung wachstumsorientierter unternehmerischer Konzepte an internationalen Maßstäben zu orientieren, denn selbst im Einzelhandel oder in der Gastronomie konkurrieren die lokalen Anbieter durch die steigende Anzahl von Franchisekonzepten direkt mit internationalen Konzernen. Bei der Beschaffung kommen u. a. aufgrund verbesserter Kommunikations- und Transportmöglichkeiten auch entferntere Länder mit eventuell niedrigeren Lohnoder Rohstoffkosten als Lieferanten in Frage. Eine Umfrage unter Führungskräften, Professoren und Entrepreneurs in den USA ergab, daß der Bereich „Globaler Wettbewerb“ als eines der zentralen Elemente der Entrepreneurship Education (Banks et al. 1991, S. 10) angesehen wird.

Festzuhalten bleibt, daß die Basisveranstaltungen in erster Linie motivieren und erste, allgemeine Informationen geben sollen. Der einzelne, am Entrepreneurship interessierte Teilnehmer zeigt nur wenig Aufmerksamkeit für die Funktion des Unternehmers in der ökonomischen Theorie bzw. für gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge. Aus Teilnehmersicht ist es wichtig, eigene Konzepte entwickeln und diese realisieren zu lernen. Dennoch kann eine kurze Darstellung der Marktphilosophie das Verständnis für die Funktion des Unternehmers in der Wirtschaft und dadurch die Wertschätzung für die Unternehmerfunktion und somit schließlich die wahrgenommene Attraktivität der Handlung vergrößern.

Einführungsveranstaltungen dürfen aber nicht die Hoffnung auf „leicht verdientes Geld“ wecken und müssen eine Art erster Filter sein, der über die Vermittlung ökonomischen Grundlagenwissens und marktwirtschaftliche Zusammenhänge aufklärt sowie Elemente wie Qualität, Kundenorientierung und Profitabilität in versrändliche Relation zueinander setzt.

 

 

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