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Antriebskräfte des Wandels bei virtuellen Unternehmen


Das virtuelle Unternehmen will qualitativ hochwertigere Produkte als unmittelbare Reaktion auf die Nachfrage durch den Markt bereitstellen. Die überlieferten Produktionstheorien gehören der Vergangenheit an; es werden die neuen Konzepte angewendet. Im Folgenden werden vier dieser Konzepte dargestellt.

Schlanke Produktion: Die Fertigung im virtuellen Unternehmen basiert auf der schlanken Produktion und dem ständigen Einfließen neuer Technik, die eine flexible, rechnerintegrierte Fertigung und preisgünstige Maschinenausstattung ermöglicht. Sie liefert eine große Produktvielfalt und setzt sämtliche Ressourcen – Mitarbeiter, Kapital und Lieferanten – möglichst wirtschaftlich ein.

Just-in-Time: Ein virtuelles Unternehmen folgt dem Kanban-Prinzip, das als lagerlose Produktion oder Just-in-Time-Fertigung bekannt ist. Just-in-Time ist die Idee, die richtigen Teile in der richtigen Menge zur richtigen Zeit zu produzieren. Diesem Prinzip bietet das virtuelle Unternehmen, das auf effizientes Sammeln, Verarbeiten und Verteilen von Information aufbaut, einen fruchtbaren Boden. William Davidow und Michael Malone sehen die Vorteile in der Fähigkeit, Trendverschiebungen des Marktes vorherzusehen. Das Just-in-Time-Geriebe schaltet vom reaktiven in den antizipativen Gang.

totale Qualitätskontrolle: Hand in Hand mit Just-in-Time und seiner Fehlertoleranz nahe Null geht das Streben nach perfekter Qualität und damit nach einer totalen Qualitätskontrolle. Sie verlagert die Verantwortung für Qualität weitgehend von den Stabsstellen des Unternehmens in den Fertigungsbereich. Das bedeutet: Immer höhere Produktqualität ist nicht länger die alleinige Aufgabe der Entwicklung vor oder der Kontrolle nach der Produktion, sondern ein untrennbarer Teil des Fertigungsprozesses selbst. In diesem Sinne gilt ein )Produkt als nicht gebaut, wenn es seine Spezifikationen verfehlt.

Kaizen: Kaizen – oder kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) – ) bedeutet fortlaufende Verbesserung, die jeden einbezieht. Kaizen ist ng mit der Qualitätskontrolle verknüpft. Es ist das wirkungsvollste Mittel zur Qualitätssteigerung, weil es Ideen für Verbesserungen schnell durch die Betriebshierarchie schleust, und zur Qualitätssteuerung, weil es nicht nur das gute Ergebnis, sondern auch das Streben lach Verbesserung belohnt. Kaizen hilft bei der Umstellung eines traditionellen Betriebs auf ein virtuelles Unternehmen. Der Weg zum virtuellen Produkt führt nicht über monumentale Neuordnung oder Anlageninvestitionen, im Gegenteil: Um eine Fabrik zum virtuellen Unternehmen umzubauen, muss langsam, aber kontinuierlich vorgegangen werden.

Die Fabrik vor Ort: Die moderne Technik ermöglicht den Unternehmen eine noch nie da gewesene Flexibilität bei der Entscheidung über den Produktionsstandort. Weil man heute unmittelbar mit der gesamten Welt kommunizieren kann, ist es theoretisch für die Steuerung ei Fabrik unerheblich, wo sie sich befindet. Dies gilt nicht für die virtuelle Unternehmung; ihr, so William Davidow und Michael Malone, ist Entfernung ein Greuel. Wenn sie ein freundliches Plätzchen in der Nähe ihrer Kunden finden kann, wird sie sich gerne dort niederlassen. Diese Nachbarschaft fördert das gegenseitige Verständnis. Man trifft die Kunden öfter persönlich, lernt ihre Probleme kennen und kann seine Produkte präzise nach den Kundenwünschen entwickeln; außerdem kann weniger schief gehen, je kürzer der Weg des Produktes zum Abnehmer ist.«

 

 

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