Angst in schwierigen Zeiten bekämpfen
Einschätzbarkeit: Informieren Sie Mitarbeiter so umfassend wie möglich über die Art und den Zeitpunkt der geplanten Maßnahmen. Verständnis: Informieren Sie Mitarbeiter so detailliert wie möglich darüber, warum bestimmte Maßnahmen – vor allem Maßnahmen, die ihnen schaden – ergriffen wurden. Kontrolle: Lassen Sie die Mitarbeiter möglichst viel Einfluss darauf nehmen, was wann geschieht; gewähren Sie ihnen eine möglichst große Entscheidungsfreiheit bezüglich ihres zukünftigen Schicksals. Mitgefühl: Drücken Sie Mitleid und Bedauern für die Zerreißprobe, die Sorgen und finanziellen Belastungen aus, die Ihre Mitarbeiter ertragen müssen. Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt. Wenn bei vergleichbaren Unternehmen diejenigen, die angstbasierte Managementpraktiken anwenden, nicht mehr und nicht minder produktiv sind als diejenigen, die ihre Mitarbeiter mit Würde und Respekt behandeln, dann gibt es keinen Grund, seine Mitarbeiter nicht gut zu behandeln. Selbst wenn Unternehmen, die gut mit ihren Mitarbeitern umgehen, im Durchschnitt geringfügig weniger produktiv wären als diejenigen, die mit Angst und Schrecken regieren, sollte man schon aus moralischen und ethischen Prinzipien jeden Menschen auch menschenwürdig behandeln. Das Wohlergehen der Mitarbeiter ist ein kleines finanzielles Opfer wert. Doch auch der sachliche Beweis ist überzeugend: Management aufgrundlage von Angst und Misstrauen ist nicht nur unmenschlich, sondern geschäftsschädigend.
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