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Angemaßtes Wissen


Die größte Gefahr für die menschliche Zivilisation und für der Fortbestand des Menschengeschlechts geht hierbei (bei Politik und Intervention) vom Sozialismus sämtlicher Schattierungen aus, weil dessen Vertreter über vereinzelte Eingriffe hinausgehen und das ganze „System verändern“ wollen. Der dabei zum Ausdruck kommende ,hyperrationalistische Konstruktivismus` (Hayek) ist fast so anmaßend wie wenn ein falscher Messias daherkäme und uns verkünden würde, er werde die Naturgesetze ändern und die gesamte Schöpfung neu konstruieren. (Nicht ohne Grund gehörten derartige abstruse Vorstellungen bei einigen der sogenannten Frühsozialisten zu der Begleitvisionen ihrer gesellschaftsklempnerischen Wahnideen) Wer im 20. Jahrhundert in mehr als der Hälfte aller Länder der Erde verfolgen konnte, wie alle derartigen „Systemveränderungen“ - ganz egal, von wem und in welcher Abart inszeniert - zu gesellschaftlichen Katastrophen apokalyptischen Ausmaßes, zu Hunderten von Millionen verhungerten, getöteten. gefolterten, vertriebenen und geknechteten Menschen, zu Völkermorden und Kriegen, und schließlich zum vollständigen Zusammenbruch eines ganzen Erdteils geführt haben, und wer dann die Mises’sche Wortwahl vom drohenden „Ausmerzen der menschlichen Gesellschaft und der menschlichen Rasse“ noch immer für übertrieben hält, sollte sich freilich bezüglich der Verbesserung seiner ökonomischen Grundkenntnisse keiner weiteren Mühe mehr unterziehen. Und auch wer der noch immer weitverbreiteten Mär anhängt, das alles habe nichts „dem Sozialismus“ zu tun, sondern sei das Ergebnis eines „falschen Handhabung“ der „an sich guten Idee“ durch die Hundertschaften seiner „großen Führer“ (von Stalin und Hitler über Mao und Pol Pot bis Honecker und Castro), der kann sich ebenfalls in der Gewißheit zur Ruhe legen, daß seine „Weisheit“ keiner weiteren Verbesserung mehr bedarf.

Allen anderen sei erläutert, daß es den Nichtökonomen -und seien sie noch so gebildet und kenntnisreich in ihrem eigenen Tätigkeitsfeld - sehr schwer fällt, zu verstehen, daß eine sozioökonomische Ordnung (eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung) „spontan“ entsteht und sich nach eigenen Gesetzmäßigkeiten zu immer komplexer werdenden Stadien entwickelt, daß sie also nicht am Reißbrett irgendwelcher Sozialingenieure entworfen, nicht von noch so genialen Führern oder Institutionen gesteuert und nicht von noch so einfallsreichen Bürokraten oder Technokraten auf einem dynamischen Entwicklungspfad gehalten werden kann. Alles das - also der bewußte Entwurf und die bürokratische Steuerung - würde in den Niedergang und in die Selbstzerstörung der betreffenden Gesellschaft führen - und hat das in jedem in der Realität aufgetretenen Fall auch getan. Es gab in der Menschheitsgeschichte natürlich auch Gesellschaften, die sich von einem bestimmten Stadium an nicht mehr fortentwickelten, sondern entweder stagnierten oder untergingen. Das hat jedoch nicht an mangelnder oder fehlender Planung durch irgendwelche Gesellschaftskonstrukteure, sondern daran, daß sich in diesen Gesellschaften entwicklungsfeindliche Traditionen und Wert( herausgebildet haben. Auch bestimmte Arten von Religion können hierbei – bis zum heutigen Tag – eine negative Rolle spielen. Für das säkularisierte Christentum trifft das jedoch nicht mehr zu.

 

 

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